Politik

Kritik am eigenen Geheimdienst Putin befürchtet Cyberattacken auf Behörden

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Bei der Jahressitzung mit dem FSB warnt Putin vor Angriffen.

(Foto: AP)

Immer wieder gibt es Vorwürfe gegen Russlands Geheimdienste, die über Cyberattacken Einfluss auf die Politik anderer Länder nehmen sollen. Präsident Putin warnt jedoch seinerseits vor zunehmenden Angriffen auf russische Behörden.

Der russische Präsident Wladimir Putin warnt vor ausländischen Spionageangriffen auf Russland. Geheimdienste aus dem Ausland versuchten, relevante Prozesse in seinem Land zu beeinflussen, sagte der Kremlchef bei der Jahressitzung des Inlandsgeheimdienstes FSB in Moskau. "Dies muss bekämpft werden." Es habe in den vergangenen Jahren immer mehr Spionage-Angriffe gegeben.

Interessant seien für Geheimdienste Informationen etwa über Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie, erklärte Putin. Nach seinen Angaben haben die russischen Geheimdienste im vergangenen Jahr mehr als 460 ausländische Agenten entlarvt. Putin war zu Sowjetzeiten selbst Agent und vor seiner Präsidentschaft kurzzeitig Leiter des Inlandsgeheimdienstes.

Zugleich beklagte der Kremlchef mehr Cyberangriffe auf russische Behörden. Im vergangenen Jahr seien 17.000 Fälle gezählt worden, vier Jahre zuvor noch 1500. "Dies sind gut geplante große Operationen, die den nationalen Interessen unseres Landes ernsthaft schaden können", sagte Putin. Er kritisierte am FSB, nicht genug dagegen zu tun.

Aus dem Westen gibt es immer wieder Vorwürfe gegen Russland, etwa den einer Einflussnahme im US-Präsidentschaftswahlkampf. Sicherheitsbehörden befürchten ähnliche Online-Angriffe oder Desinformations-Kampagnen zur bevorstehenden Europawahl und anderen Abstimmungen.

Quelle: n-tv.de, psa/dpa

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