Politik

Dialog "auf Minimum reduziert"Putin begrüßt europäische Botschafter mit Verdruss

15.01.2026, 18:54 Uhr
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Putin betritt den Alexandersaal im Großen Kremlpalast. (Foto: picture alliance / TASS)

Die Beziehungen zu Europa "lassen zu wünschen übrig", konstatiert Russlands Präsident Putin beim Antritt neuer Botschafter im Kreml. Dabei kommt er auch auf die Ukraine zu sprechen.

Russlands Staatschef Wladimir Putin beklagt das schlechte Verhältnis zu Europa - sieht die Schuld dafür aber allein bei den europäischen Nachbarn. Der Zustand der jeweiligen bilateralen Beziehungen lasse "zu wünschen übrig", sagte Putin, der im Kreml in Moskau die Beglaubigungsschreiben neuer Botschafter entgegennahm. Unter anderem traten Botschafterinnen und Botschafter aus Frankreich, Italien, Schweden, Tschechien und der Schweiz ihren Posten in Moskau an. Der Botschafter der Bundesrepublik in Moskau ist seit August 2023 Alexander Graf Lambsdorff.

"Der Dialog und die Kontakte sind - und zwar nicht durch unsere Schuld, das möchte ich betonen - auf ein Minimum reduziert für staatliche wie für wirtschaftliche und gesellschaftliche Kreise", sagte Putin. Er hoffe, dass es mit der Zeit einen Rückweg zu normalen und konstruktiven Beziehungen gebe.

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Wie üblich mit Abstand empfängt Putin seine Gäste. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Der Kremlchef überging dabei, dass der von ihm befohlene Angriffskrieg gegen die Ukraine Auslöser des Zerwürfnisses ist. Er sagte, Russland strebe dort einen dauerhaften Frieden an. "Nicht überall - unter anderem in Kiew und den Hauptstädten, die es unterstützen, - ist man dazu bereit", erklärte er. Bis es so weit sei, werde Russland seine selbstgesteckten Ziele verfolgen. Russland sei in dem Konflikt nicht von seinen Maximalforderungen abgerückt.

Putin begrüßte auch einen Botschafter der islamistischen Taliban-Regierung aus Afghanistan. Russland sei daran interessiert, "dass Afghanistan ein geeinter, unabhängiger und friedlicher Staat ist, frei von Krieg, Terrorismus und Drogenhandel", sagte er. Russland hatte als erstes Land die Herrschaft der Taliban anerkannt.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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