Politik

"Schritt für Schritt befreit" Putin hält an Einnahme des Donbass fest

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Die russische Armee erfülle in den "Volksrepubliken Donezk und Luhansk" ihre Aufgaben, sagte der Kremlchef auf einem Militärforum in der Nähe von Moskau.

(Foto: picture alliance/dpa/Russian President Press Office)

Bereits im Februar erkennt Putin die ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten an. Auf einem Militärforum in der Nähe von Moskau bekräftigt er nun vor internationalen Gästen sein Vorhaben, den Donbass komplett zu okkupieren.

Fast sechs Monate nach Beginn seines Angriffskrieges gegen die Ukraine hat der russische Präsident Wladimir Putin das Ziel einer kompletten Einnahme des Donbass bekräftigt. Die russische Armee erfülle in den "Volksrepubliken Donezk und Luhansk" ihre Aufgaben, sagte der Kremlchef auf einem Militärforum in der Nähe von Moskau im Park "Patriot" vor internationalen Gästen. Während die Ukraine Russland schwerste Kriegsverbrechen und eine blutige Besatzerpolitik vorwirft, behauptete Putin einmal mehr, dass "der Boden des Donbass Schritt für Schritt befreit wird" von ukrainischen Nationalisten.

Putin hatte im Februar die ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk gegen internationalen Protest als unabhängige Staaten anerkannt und einen Krieg begonnen. Bei dem Forum gab es auch eine Waffenschau mit Panzern und Raketen, auf der Russland für seine Rüstungsgüter warb.

"Moderne Waffen, die für den Sieg arbeiten"

Nach täglichen Berichten des Moskauer Verteidigungsministeriums über den massenhaften Beschuss ukrainischer Gebiete mit Raketen und Artillerie lobte Putin bei seiner Rede die Arbeit russischer Rüstungskonzerne bei der Ausstattung der Armee und Flotte mit "modernen Waffen, die heute für den Sieg arbeiten". Der Kremlchef sagte auch mit Blick auf Gäste aus nach offiziellen Angaben 70 Ländern, dass Russland Partner auf vielen Kontinenten habe, die Mut und Charakter zeigten, ohne sich vor den USA zu verbeugen.

Der staatliche russische Waffenexporteur Rosoboronexport betonte unterdessen, die westlichen Sanktionen beeinträchtigten die Ausfuhr von Militärtechnik nicht. Bis Ende 2023 würden etwa im Einklang mit den Lieferverträgen fünf Einheiten des russischen Raketenabwehrsystems S-400 an Indien übergeben, sagte Rosoboronexport-Chef Alexander Michejew. Der Leiter des Föderalen Dienstes für militärtechnische Zusammenarbeit, Dmitri Schugajew, hingegen räumte ein, es seien "im Zusammenhang mit den politischen Ereignissen" einige logistische Probleme festgestellt worden.

Putin hatte am 24. Februar den Einmarsch in die Ukraine befohlen, um die Gebiete der Kontrolle Kiews zu entreißen. Die Ukraine setzt für ihre Verteidigung vor allem auf die Lieferung schwerer Waffen aus dem Westen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich überzeugt, dass sein Land siegen werde.

(Dieser Artikel wurde am Montag, 15. August 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, can/dpa

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