Politik

Waffenschau zum Jubiläum Putin protzt mit "schlagkräftiger" Kriegsflotte

249422336.jpg

Putin sieht den Schutz seiner Heimat gesichert.

(Foto: picture alliance/dpa/Sputnik)

Mit einer imposanten Parade feiert Russland das 325-jährige Bestehen seiner Marine. Präsident Putin gibt sich zufrieden: Dank Zerstörern, Atom-U-Booten und einzigartiger Hyperschallwaffen könne jeglichen Feinden ein "tödlicher Schlag" versetzt werden.

325 Jahre nach der Gründung der russischen Kriegsflotte hat Präsident Wladimir Putin bei einer Marineparade die Schlagkraft der Seestreitkräfte des Landes betont. Die Flotte sei heute in der Lage, jeden beliebigen Gegner unter und auf dem Wasser und in der Luft zu orten und ihm bei Notwendigkeit einen tödlichen Schlag zu versetzen, sagte Putin in St. Petersburg. Russland zähle "zu den führenden Seemächten der Welt".

In der Stadt am Finnischen Meerbusen beteiligten sich an der Waffenschau mehr als 50 Kriegsschiffe, darunter auch aus Indien, dem Iran und Pakistan, rund 50 Flugzeuge und etwa 4000 Militärangehörige, wie der Kreml in Moskau mitteilte.

Die Seemacht Russland habe in kürzester Zeit mächtige Zerstörer, Atom-U-Boote samt Raketen, eine effektive Luftwaffe sowie zuletzt auch weltweit einzigartige Hyperschallwaffen entwickelt, sagte Putin. "Die Seestreitkräfte Russlands haben heute alles Notwendige, um den Schutz unserer Heimat und unserer nationalen Interessen zu garantieren."

Mehr zum Thema

Vor dem Hintergrund der Spannungen mit dem Westen hat Russland sein modernes Waffenarsenal in den vergangenen Jahren deutlich aufgerüstet. So wurden unter anderem im Dezember 2019 Hyperschall-Raketen vom Typ Avangard in Betrieb genommen. Die Interkontinentalraketen sollen eine Geschwindigkeit von Mach 27 erreichen können - das wären mehr als 33.000 Kilometer pro Stunde. Auch eine Zirkon-Hyperschallrakete wurde im Juli erfolgreich getestet.

Russland gehört zu den Staaten mit den längsten Küstenlinien weltweit - nach Kanada, Indonesien und Grönland. Auch in anderen russischen Marine-Stützpunkten wie der Basis der Schwarzmeer-Flotte in Sewastopol auf der Halbinsel Krim, im syrischen Tartus im Mittelmeer und bei der Pazifikflotte in Wladiwostok gab es Marineparaden zum Tag der Seestreitkräfte. Russlands Flotten - die baltische, die kaspische, im Schwarzen Meer, am Pazifik und im Nordmeer - hätten über Jahrhunderte zur Größe und zum Ruhm des Landes beigetragen, sagte Putin. Die Kriegsmarine war 1696 unter Zar Peter I. gegründet worden.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa/AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.