Politik

Vor Nato-Gipfel in AnkaraPutin schildert Trump am Telefon Erfolge russischer Truppen

05.07.2026, 02:56 Uhr
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Das Gespräch dauerte fast 90 Minuten, heißt es aus dem Kreml. (Foto: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP)

Wenige Tage vor dem Nato-Gipfel berichtet der russische Präsident Putin in einem Telefonat mit Trump von militärischen Eroberungen in der Ukraine. Der US-Präsident sei bereit, die Vermittlerrolle wieder zu übernehmen, sagt ein Putin-Berater. Aber auch Selenskyj spricht mit Trump.

Nach Darstellung des Kremls hat US-Präsident Donald Trump in Gesprächen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Hilfe bei der Beendigung des Ukraine-Kriegs angeboten. In einem fast 90-minütigen Telefonat mit Putin habe Trump seine Bereitschaft bekräftigt, sich für ein schnelles Ende der Kämpfe einzusetzen, teilte der Kreml-Berater Juri Uschakow mit. Trump habe das Angebot im Zusammenhang mit seiner Teilnahme am Nato-Gipfel in der Türkei in der kommenden Woche gemacht.

Selenskyj erklärte seinerseits, er habe am US-Unabhängigkeitstag am 4. Juli ein "sehr gutes Gespräch" mit Trump geführt und an die "amerikanische Entschlossenheit" appelliert, den Krieg zu beenden. "Es gibt eine echte Aussicht, diesen Krieg zu beenden, und die amerikanische Entschlossenheit wird entscheidend sein", sagte er. Beide hätten vereinbart, ihre Gespräche beim Nato-Gipfel fortzusetzen. Als Geste wurde das 62 Meter hohe Mutterland-Denkmal in Kiew nachts in den Farben der US-Flagge angestrahlt.

Putin berichtet Trump von Vorrücken an der Front

Uschakow zufolge strebt Russland eine politisch-diplomatische Lösung an, die die grundlegenden russischen Positionen berücksichtige. Er warf Kiew und seinen Verbündeten vor, auf eine Eskalation des Konflikts zu setzen. Putin habe in dem Telefonat mit Trump "die aktuelle Lage auf dem Schlachtfeld" in der Ukraine skizziert, "wo die russischen Streitkräfte selbstbewusst vorrücken", erklärte Uschakow weiter.

Russische Kommandeure hatten am Freitag die Einnahme der Stadt Kostjantyniwka gemeldet. Selenskyj und der ukrainische Generalstab wiesen diese Darstellung jedoch zurück. An der Front haben die russischen Streitkräfte in den vergangenen Monaten tatsächlich so gut wie keine Fortschritte erzielt. Die Verhandlungen sind derweil festgefahren: Moskau fordert den Rückzug ukrainischer Truppen aus der gesamten Region Donezk - Kiew lehnt die Forderung ab.

Quelle: ntv.de, mau/rts/AFP

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