Politik

RTL/ntv-Trendbarometer Grüne fallen unter 20 Prozent

Die Grünen im Abwärtstrend: Nach dem Abrutsch in der Vorwoche fallen ihre Zustimmungswerte weiter. Über 60 Prozent der Bundesbürger trauen keiner Partei mehr zu, Deutschlands Probleme zu lösen.

Für die Grünen geht es im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer erstmals seit April wieder unter 20 Prozent. Schon in der Vorwoche hatte die Partei, die Ende August noch 25 Prozent erreicht hatte, 2 Prozentpunkte abgeben müssen, nun verliert sie einen weiteren und liegt gleichauf mit den Sozialdemokraten. Die FDP kann sich um einen Punkt verbessern. Die Werte für die Unionsparteien und die sonstigen Parteien ändern sich im Vergleich zur Vorwoche nicht.

Würde der Bundestag jetzt gewählt, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 28 Prozent (Bundestagswahl 2021: 24,1 Prozent), Grüne 19 Prozent (14,8 Prozent), SPD 19 Prozent (25,7 Prozent), AfD 13 Prozent (10,3 Prozent), FDP 7 Prozent (11,5 Prozent), Linke 5 Prozent (4,9 Prozent). Für sonstige Parteien würden sich 9 Prozent der Wählerinnen und Wähler entscheiden (8,7 Prozent). Der Anteil der Nichtwählerinnen und Nichtwähler sowie der Unentschlossenen liegt bei 23 Prozent (23,4 Prozent).

Könnten die Wahlberechtigten den Kanzler oder die Kanzlerin direkt wählen und müssten sich zwischen Amtsinhaber Olaf Scholz, CDU-Chef Friedrich Merz und der grünen Außenministerin Annalena Baerbock entscheiden, würden wie in der Vorwoche unverändert 23 Prozent für Scholz beziehungsweise Merz und 20 Prozent für Baerbock stimmen. 34 Prozent würden keinen der drei wählen.

Hätten die Wahlberechtigten die Wahl zwischen Scholz, Merz und Robert Habeck, würden sich 23 Prozent für Scholz (+ 2 Prozentpunkte), 22 Prozent für Merz (ebenfalls + 2 Prozentpunkte) und 18 Prozent für Habeck entscheiden (- 3 Prozentpunkte). 37 Prozent würden weder Scholz, Merz oder Habeck wählen.

Grüne verlieren bei Kompetenzwerten deutlich

61 Prozent der Wahlberechtigten trauen mittlerweile keiner Partei zu, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden. Auch hier sinkt der Wert der Grünen weiter. Von 21 Prozent noch Mitte August rutschen sie innerhalb von vier Wochen ab auf 12 Prozent im aktuellen Trendbarometer. 11 Prozent trauen den Unionsparteien politische Kompetenz zu, damit können sich die Christdemokraten leicht verbessern. Auch die SPD verbessert sich leicht im Vergleich zu den Werten im Sommer auf aktuell 10 Prozent. Der größte Teil derer, die den Grünen das Vertrauen entziehen, trauen nun keiner Partei mehr zu, Deutschlands Probleme zu lösen.

Weiterhin gehen nur wenige Bundesbürger (10 Prozent) davon aus, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren verbessern werden. 76 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, 12 Prozent erwarten keine Veränderung.

Das Thema, das die Bundesbürger am meisten bewegt, bleibt auch in der aktuellen Woche weiterhin das Thema Energieversorgung (80 Prozent). Der Krieg in der Ukraine folgt mit 56 Prozent weiter mit deutlichem Abstand. An dritter Stelle genannt wird in dieser Woche der Tod von Königin Elisabeth II.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 13. bis 19. September 2022 erhoben. Datenbasis: 2506 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier
Forsa -Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 20. September 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, fni

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