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Neue Vorwürfe gegen Ex-FPÖ-Chef Razzia bei Strache wegen Bestechungsaffäre

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Strache spielte die Hauptrolle bei dem im Mai veröffentlichten Ibiza-Video aus dem Jahr 2017.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Ibiza-Video aus dem Mai ist nicht der Grund, sondern eine spätere Anzeige: Ermittler und die Staatsanwaltschaft durchsuchen das Haus von Ex-FPÖ-Chef Strache. Medienberichten zufolge soll er einen Bezirksrat aus Wien in den Vorstand eines Glücksspielunternehmens gehievt haben.

In Österreich ist es nach Medienberichten zu einer Hausdurchsuchung beim ehemaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gekommen. Auch das Haus von Ex-Fraktionschef und Parteikollege Johann Gudenus sei durchsucht worden. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) in Wien bestätigte - ohne Namen von Betroffenen zu nennen - Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechung und der Bestechlichkeit.

"Es geht um den Verdacht, dass zwischen Verantwortlichen eines Glücksspielunternehmens und Amtsträgern der Republik Österreich im Gegenzug für die Besetzung eines bestimmten Kandidaten als Vorstandsmitglied einer Aktiengesellschaft die parteiische Vergabe von Glücksspiellizenzen vereinbart wurde", erklärte ein Sprecher. Nach Angaben der Zeitung "Der Standard" lautet der Vorwurf, die FPÖ habe einen Bezirksrat aus Wien auf Basis eines politischen Deals in den Vorstand eines Glückspielunternehmens hieven lassen. Es geht also um den Verdacht der Bestechung und Bestechlichkeit.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte weder Personen noch Standorte. Insgesamt habe es bei sechs Verdächtigen und einem Verband, das könne auch eine Firma sein, Durchsuchungen gegeben, so die Ermittler. Ein Sprecher der Behörde bestätigt Hausdurchsuchungen an mehreren Standorten in zwei Bundesländern, die reibungslos funktioniert hätten.

"Die Vorwürfe sind haltlos, aber wir kooperieren selbstverständlich mit den Behörden", teilte ein Sprecher des Glücksspielunternehmens mit. Weitere Auskünfte seien nicht möglich, da man zu Behördenmaßnahmen, die Verschlusssache seien, keine Auskunft geben dürfe.

Strache und Gudenus spielten die Hauptrolle bei dem im Mai veröffentlichten Ibiza-Video aus dem Jahr 2017. Darin scheint Strache einer angeblichen russischen Oligarchen-Nichte im Gegenzug für die Förderung seiner Partei unter anderem Staatsaufträge in Aussicht zu stellen. Das Video führte zum Bruch der ÖVP-FPÖ-Koalition und zu den Neuwahlen im September. Die heimlich aufgenommenen Aufnahmen waren laut Staatsanwaltschaft nicht unmittelbarer Grund der jetzigen Hausdurchsuchungen, sondern eine später eingegangene Anzeige.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa

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