Politik

Ein "weitverzweigtes Netzwerk"?Recherche enthüllt Details zu Waffenversteck bei Berlin

25.08.2026, 17:27 Uhr
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Das Versteck wurde in der Nähe des Berliner Müggelsees gefunden. (Symbolbild) (Foto: picture alliance/dpa)

Der Verdacht lag ohnehin nah, eine Recherche erhärtet ihn: Das Waffenversteck in der Nähe von Berlin steht offenbar in Verbindung mit dem Kreml. Ein rekrutierter Ukrainer soll es im vergangenen Sommer angelegt haben.

Die Spuren des Waffendepots am Stadtrand von Berlin führen einen Medienbericht zufolge zu einem mutmaßlich von Russland gesteuerten Agenten-Netzwerk. Wie der "Spiegel" berichtet, soll der Verbund in mehreren europäischen Ländern aktiv gewesen sein. Für den Fall in der Nähe von Berlin soll zudem ein 24-jähriger Ukrainer im Zentrum der Ermittlungen stehen.

Nach Erkenntnissen polnischer Sicherheitsbehörden soll Vadym S. am 1. Oktober 2025 von Polen aus mit dem Bus nach Berlin gereist sein und eine Ausfallstraße im Berliner Osten aufgesucht haben, schreibt das Nachrichtenmagazin weiter. Dort soll er den Ermittlungen zufolge zwei Pakete mit Pistolen aufgenommen, diese zu einem Waldstück in der Nähe des Müggelsees transportiert und dort in einem Erddepot versteckt haben. Am nächsten Tag sei er mit dem Bus zurück nach Polen gereist, heißt es weiter.

Wenig später fiel der Verdächtige demnach den Sicherheitsbehörden in der rumänischen Hauptstadt Bukarest auf. Dort soll Vadym S. mit einem Komplizen versucht haben, mit Brandsätzen bestückte Pakete bei dem ukrainischen Kurierdienst Nova Post aufzugeben. Das geht aus rumänischen Justizdokumenten hervor, die dem "Spiegel" vorliegen sollen. Die beiden Ukrainer seien daraufhin festgenommen worden und säßen seit Monaten in Rumänien in Untersuchungshaft.

Die beiden Männer gehören laut Mitteilung des rumänischen Inlandsgeheimdienst zu einem "weitverzweigten Netzwerk von Saboteuren", das europäische Länder ins Visier nehme und von russischen Geheimdiensten kontrolliert werde, schreibt der "Spiegel". Die rumänische Verteidigung von Vadym S. sei für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar gewesen.

Deutsche Sicherheitsbehörden hatten Medienberichten zufolge das Versteck im vergangenen Spätsommer entdeckt. Darin sollen zwei Pistolen gelagert haben. Der Fall wurde aber erst in der vergangenen Woche öffentlich. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt deutete daraufhin an, dass eine "Beteiligung fremder Mächte" nicht auszuschließen sei. Der Fall bette "sich ein in hybride Bedrohungsszenarien, ohne damit jetzt deutlich zu machen, dass es einen Zusammenhang zwischen diesem Fall und anderen aktuellen Vorfällen gibt", sagte der CSU-Politiker weiter.

Quelle: ntv.de, ses

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