Politik

Rechtliches SchlupflochUS-Gremium bewilligt Trump größtmögliche Goldmünze

20.03.2026, 06:58 Uhr
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Eigentlich bekommen nur tote US-Präsidenten eine Goldmünze, Trump findet aber eine Möglichkeit. (Foto: REUTERS)

Das vom US-Präsidenten ernannte Gremium gibt wenig überraschend grünes Licht: Anlässlich des 250. Geburtstags der USA bekommt Donald Trump seine eigene Goldmünze. Eigentlich ist das gar nicht erlaubt, aber es gibt einen rechtlichen Umweg.

Ein US-Kunstgremium hat die Prägung einer Gedenkmünze aus Gold mit dem Konterfei des US-Präsidenten Donald Trump zum 250. Geburtstag der USA gebilligt. Die Entscheidung der von US-Präsident Trump ernannten Mitglieder des Gremiums war einstimmig.

Die Münze ist Teil einer Serie, die die US-Münzanstalt zum 250. Geburtstag der USA in diesem Jahr herstellen will. "Angesichts unseres bevorstehenden 250. Geburtstags freuen wir uns sehr, Münzen vorzubereiten, die den beständigen Geist unseres Landes und unserer Demokratie repräsentieren, und es gibt kein sinnbildlicheres Profil für die Vorderseite solcher Münzen als das unseres amtierenden Präsidenten, Donald J. Trump", sagte US-Schatzmeister Brandon Beach in einer Erklärung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

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So soll die Münze möglicherweise aussehen. (Foto: via REUTERS)

Bei der Präsentation eines Entwurfs der Münze durch einen Beamten der US-Münzanstalt wurde auch über den Durchmesser der 24-Karat-Goldmünze diskutiert, der bis zu 7,6 Zentimeter betragen könnte. Chamberlain Harris, eine von Trump in das Kunstkommission berufene Beraterin des Weißen Hauses, sagte, die größtmögliche Münze sei Trumps Wunsch. "Je größer, desto besser", erklärte sie kurz vor der Zustimmung des gesamten Gremiums. Die US-Münzanstalt wird nun die endgültigen Maße festlegen.

Die Trump-Regierung hat zudem die Prägung einer Ein-Dollar-Münze mit Trumps Bildnis vorgeschlagen, die noch in diesem Jahr in Umlauf kommen soll. Donald Scarinci, Mitglied eines anderen beratenden Gremiums, das den Vorschlag für die Goldmünze im vergangenen Monat ablehnte, sagte, die Ein-Dollar-Münze würde eindeutig gegen ein Gesetz verstoßen. Diesem zufolge darf das Bild eines amtierenden oder ehemaligen Präsidenten erst drei Jahre nach dessen Tod auf einer Dollar-Münze erscheinen. Für die Goldmünze gibt es jedoch ein mögliches Schlupfloch, da es sich um eine nicht für den Umlauf bestimmte Sammlermünze handelt.

Quelle: ntv.de, ses/rts

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