Politik

Noch immer Tausende im Ausland Regierung fliegt 175.000 Deutsche ein

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Maas im Krisenzentrum des Auswärtigen Amtes - 1000 Leute arbeiten laut dem Minister an der Rückholung von Deutschen aus dem Ausland.

(Foto: dpa)

Das Auswärtige Amt ist dabei, Zehntausende Deutsche aus dem Ausland heimzuholen. Die meisten sind immerhin bereits zurück, allerdings müssen noch Tausende in einem der am weitesten entferntesten Länder ausharren.

Von den etwa 200.000 wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandeten Deutschen sind 175.000 wieder zu Hause. "Diejenigen, die noch im Ausland sind, bitten wir weiter um Geduld", schrieb Außenminister Heiko Maas auf Twitter. Er hatte vor zwei Wochen eine Rückholaktion gestartet, um zusammen mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa deutsche Reisende aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt. Das Auswärtige Amt hat dafür selbst Flugzeuge gechartert, die inzwischen 145 Sonderflüge in rund 60 Länder absolviert haben. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Auswärtigen Amts arbeiten rund um die Uhr - wir sind dran!", schrieb der SPD-Politiker.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sagte, die Rückholung der verbliebenen Reisenden gestalte sich oft schwierig - etwa, weil die Reiseländer ihren Luftraum gesperrt hätten oder weil es um Individualreisende gehe, die in ihren Reiseländern wegen der Corona-Restriktionen nicht zu den Abholpunkten gelangen könnten.

Ein Beispiel sei die peruanische Touristenhochburg Cusco, wo deutsche Touristen seit zehn Tagen unter schwierigen Bedingungen festsäßen. Das Auswärtige Amt plane nun für Mittwoch und Donnerstag zwei Rückholflüge dorthin, kündigte der Sprecher an. Für das Auswärtige Amt sei die Rückholung ein "enormer Kraftakt", sagte der Sprecher. Mehr als tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Berliner Zentrale und in den Auslandsvertretungen seien damit beschäftigt.

Noch viele in Neuseeland

Probleme bereitet derzeit vor allem auch Neuseeland, wo noch mehr als 10.000 Deutsche festsitzen. Nach einem ersten Rückholflug am Samstag untersagte die neuseeländische Regierung weitere geplante Flüge bis einschließlich Dienstag. Darüber hatte das Auswärtige Amt am Sonntag in seinen Reisehinweisen informiert. Wie es weitergeht ist unklar.

Weltweit ist die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf mehr als 700.000 gestiegen. Bis zum Morgen wurden nach einer auf amtlichen Angaben basierenden Zählung mehr als 715.200 Infektionen gemeldet, betroffen sind 183 Länder und Gebiete. Die Zahl der Todesopfer weltweit liegt bei mehr als 33.500.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa/AFP