Politik

Vorwahlen zu US-Präsidentschaft Republikaner Walker gibt auf

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Scott Walker nach der zweiten TV-Debatte der Republikaner.

(Foto: picture alliance / dpa)

In der aufgeregten Vorwahl-Debatte der Republikaner für die US-Präsidenten-Wahlen 2016 sind frühe Umfrage-Hochs nicht viel wert. Das muss sich jetzt auch der Ex-Mitfavorit Scott Walker eingestehen und gibt auf. Sein letztes Ziel: Trump verhindern.

Im Rennen ums Weiße Haus wirft ein zweiter namhafter republikanischer Kandidat das Handtuch. Wisconsins Gouverneur Scott Walker wird aus dem Wahlkampf um die US-Präsidentschaft aussteigen. "Ich setzte meine Kampagne mit sofortiger Wirkung aus", sagte Walker bei einer Pressekonferenz. Der konservative Gouverneur begründete seine Entscheidung mit dem überfüllten Bewerberfeld.

Der 47-Jährige sagte weiter, er räume das Feld, damit sich "eine positive, konservative Botschaft" durchsetzen könne. Mit Blick auf den in Umfragen führenden Geschäftsmann Donald Trump fügte er hinzu: "Ich ermutige andere republikanische Präsidentschaftsbewerber, das Gleiche zu erwägen, damit die Wähler sich auf eine begrenzte Zahl von Kandidaten konzentrieren können, die eine positive, konservative Alternative zum aktuellen Spitzenreiter anbieten können." Dies sei von grundsätzlicher Bedeutung für die Zukunft der republikanischen Partei und die Zukunft des Landes. "Am Ende wollen die Wähler, glaube ich, für etwas sein und nicht gegen jemanden, sagte er. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen. Bei Verkündung seiner Kandidatur vor etwa zwei Monaten hatten Demoskopen Walker noch beste Chancen ausgerechnet.

Walker ist wohl schlicht das Geld ausgegangen

Walker hatte im Juli offiziell seine Bewerbung erklärt, in Umfragen lag er zu diesem Zeitpunkt in der Spitzengruppe des breiten Bewerberfeldes. Über die Sommermonate brachen seine Werte allerdings ein, in den ersten Fernsehdebatten konnte er nicht überzeugen. Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf einen Unterstützer Walkers, dass mit dem Absturz in den Umfragen auch die Wahlkampfspenden deutlich zurückgegangen seien. "Die kurze Antwort lautet: Geld", sagte der Unterstützer über die Gründe für den Rückzug.

Zuletzt kam der 47-Jährige in Umfragen im Durchschnitt nur noch auf knapp zwei Prozent Zustimmung unter den republikanischen Wählern. In der zweiten TV-Debatte der Partei hatte er vergangene Woche Donald Trump direkt angegriffen, ansonsten aber keine gute Figur abgegeben. Vor knapp zwei Wochen hatte Texas' Ex-Gouverneur Rick Perry als erster der seinerzeit 17 republikanischen Bewerber aufgegeben.

Quelle: ntv.de, dka/AFP/dpa