Politik

Nachwahl in Arizona Republikaner gewinnen überraschend knapp

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Die Republikaner-Kandidatin Debbie Lesko (r.) feierte ausgelassen ihren Wahlsieg.

(Foto: AP)

Der US-Bundesstaat Arizona gilt eigentlich als eine Hochburg der Republikaner. Doch in der Wählergunst ist die Partei im Südwesten rapide abgesackt. Für die Zwischenwahlen im November könnte das ein schlechtes Omen sein.

Bei einer Nachwahl zum US-Abgeordnetenhaus im US-Bundesstaat Arizona haben die konservativen Republikaner von Donald Trump ihren Sitz halten können. Die Republikaner-Kandidatin Debbie Lesko holte den Stimmbezirk 8 jedoch mit einem vergleichsweise knappen Vorsprung von rund fünf Prozentpunkten vor ihrer demokratischen Rivalin Hiral Tipirneni, wie es auf der Webseite des Wahlamtes von Arizona hieß.

Dem dort veröffentlichten vorläufigen Ergebnis zufolge holte Lesko 52,6 Prozent der Stimmen, Tipirneni 47,4 Prozent. Die Demokraten werteten das Ergebnis ihrer Kandidatin als Erfolg. Bei der Präsidentschaftswahl 2016 hatte Donald Trump noch einen Vorsprung von 21 Prozentpunkten in dem traditionell konservativ wählenden Stimmbezirk herausholen können.

Die Neubesetzung des Abgeordnetensitzes in Arizona war nötig geworden, nachdem der langjährige Mandatsinhaber Trent Franks Anfang des Jahres zurückgetreten war. Franks reagierte mit dem Schritt auf Vorwürfe, er habe einer weiblichen Mitarbeiterin fünf Millionen Dollar dafür angeboten, dass sie als Leihmutter Kinder für ihn austrägt. Wie die "New York Times" berichtet, befürchtete die Frau und eine weitere Mitarbeiterin daraufhin, Franks wolle mit ihnen Geschlechtsverkehr haben und sie schwängern.

Bei der nun vollzogenen Nachwahl gaben mehr als 174.500 Wähler ihre Stimme ab. Das entsprach einer Wahlbeteiligung von 38,3 Prozent gemessen an den registrierten Wählern, wie es auf der Webseite des Wahlamtes weiter hieß.

Bisher konnten die Demokraten bei allen Nachwahlen seit dem Amtsantritt von Trump Zugewinne erzielen. Dies gibt der Opposition Hoffnung für die Zwischenwahlen im November. Um eine Mehrheit im Abgeordnetenhaus zu erzielen, müssen sie den Republikanern 23 Sitze abjagen.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

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