Politik

Folgen der Corona-Krise Rund 2,15 Millionen Kurzarbeiter erwartet

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Viele Beschäftigte im Maschinenbau und Automobilzuliefererbereich arbeiten bereits seit Frühjahr oder Sommer 2019 in Kurzarbeit.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Zahl der Menschen in Kurzarbeit wird sich nach Einschätzung des Arbeitsministeriums durch die Corona-Krise mehr als verdoppeln. Die Kosten gehen in die Milliarden.

Die Bundesregierung rechnet für das laufende Jahr mit rund 2,15 Millionen Kurzarbeitern. Das geht aus einer entsprechenden Verordnung des Bundesarbeitsministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Laut den Angaben rechnet die Regierung damit, dass zu den rund 1 Million Fällen von Kurzarbeit, die schon nach altem Recht erwartet worden waren, 1,15 Millionen zusätzliche Fälle im Zuge der Corona-Krise hinzukommen. Die Kosten für die Bundesagentur für Arbeit beziffert die bis Ende 2020 befristete Verordnung demnach auf 10,05 Milliarden Euro - für erstattete Sozialversicherungsbeiträge 5,99 Milliarden und für zusätzliche Fälle von Kurzarbeit 4,06 Milliarden Euro.

Der Präsident des Maschinenbauverbands VDMA, Carl Martin Welcker, forderte Arbeitsminister Hubertus Heil in einem Brief laut dem Bericht zudem dazu auf, rasch auch die Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds auf 48 Monate zu verlängern.

Für viele Beschäftigte im Maschinenbau und Automobilzuliefererbereich gelte unter anderem wegen der internationalen Handelskonflikte bereits seit Frühjahr oder Sommer 2019 Kurzarbeit. "Wenn die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld nicht zeitnah verlängert wird, bleibt den Unternehmen nichts anderes übrig, als die betroffenen Beschäftigten zu entlassen", schrieb Welcker laut den Angaben.

Quelle: ntv.de, bdk/DJ/dpa

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