Politik

Russland-Wahl auch auf Krim Russen in der Ukraine dürfen nicht wählen

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Putin vor der Wiederwahl: Die Regierung in Kiew will in der Ukraine lebenden Russen die Stimmabgabe in den Konsulaten verwehren.

(Foto: REUTERS)

Am Sonntag wählt Russland seinen Präsidenten. Moskau ruft auch die Russen auf der annektierten Krim zur Wahl auf. Die Regierung in Kiew hält dagegen: Die Polizei soll im Land lebende Russen an der Stimmabgabe hindern.

Die ukrainische Regierung will die in ihrem Land lebenden Russen von der Stimmabgabe bei der russischen Präsidentschaftswahl abhalten. Die Polizei werde den russischen Staatsbürgern den Zugang zu den russischen Konsulaten in Kiew, Charkiw, Odessa und Lwiw verwehren, kündigte Innenminister Arsen Awakow an. Dafür würden am Sonntag entsprechende "Sicherheitsmaßnahmen" um die diplomatischen Vertretungen ergriffen.

Nach Angaben des Ministers reagiert die Ukraine damit auf die "illegale Abhaltung" der russischen Präsidentschaftswahl auf der annektierten Halbinsel Krim. Russland hatte die ukrainische Halbinsel vor vier Jahren besetzt und dem eigenen Staatsgebiet angegliedert. Die Bürger der Krim sollen am Sonntag erstmals an der russischen Präsidentschaftswahl teilnehmen dürfen.

Dies verstoße gegen die Gesetze der Ukraine, erklärte Innenminister Awakow. Er warf Russland vor, einen "Aggressionskrieg gegen die Ukraine" zu führen. Die Ukraine betrachtet die Krim nach wie vor als Teil des eigenen Staatsgebiets.

Quelle: ntv.de, hul/AFP

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