Politik

Studie: Hälfte will UdSSR zurück Russen wünschen sich Sowjetunion zurück

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(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Ostalgie auf Russisch: Einer Studie zufolge wünschen sich die meisten Russen die Sowjetunion zurück. Russische Forscher sehen die Gründe für die Nostalgie in der Politik des Westens.

Ein Vierteljahrhundert nach dem Zusammenbruch des Ostblocks wünscht sich einer Studie zufolge die Mehrheit der Russen die Sowjetunion zurück. Mehr als 50 Prozent der Befragten gaben an, zu bedauern, dass die Sowjetunion nicht mehr existiere, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Umfrage des Lewada-Zentrums.

Die Meinungsforscher erklärten, dass 51 Prozent glauben, der Zusammenbruch des Staates hätte verhindert werden können, 56 Prozent würden diesen bedauern. Die Mehrheit der Befragten (58 Prozent) würde es außerdem begrüßen, wenn die Sowjetunion wieder errichtet würde. 44 Prozent glauben, das sei derzeit unrealistisch, nur 31 Prozent würden einen neuen sozialistischen Staat ablehnen. Der historische Höchstwert der Sowjet-Nostalgie wurde einem Bericht des Nachrichtenportals "Vestnik Kavkaza" zufolge im Jahr 2000 erreicht. Damals wünschten sich demnach rund 75 Prozent der Russen die Sowjetunion zurück.

Für die repräsentative Studie wurden Ende März rund 1600 Personen in 48 Regionen Russlands befragt. Alexei Mukin, Geschäftsführer des Zentrums für politische Information in Moskau sagte "Vestnik Kavkaza", das Ergebnis spiegele die Sorge in der russischen Bevölkerung vor dem "aggressiven Verhalten" der Nato wider. Zu Sowjet-Zeiten habe es die Idee gegeben, dass der Raketenabwehrschirm der Roten Armee die UdSSR vor jedweder Bedrohung beschützen könne, so Mukin.

Quelle: ntv.de, bdk