Politik

Erste Erkenntnisse der Ermittler Russische Rakete schoss Flug MH17 ab

Zwei Jahre nach dem Abschuss einer Passagiermaschine mit 298 Menschen an Bord über der Ostukraine sind sich die internationalen Ermittler sicher: Es waren pro-russische Rebellen, die eine Buk-Rakete auf die Maschine abfeuerten und 298 Menschen töteten.

Die Passagiermaschine mit Flugnummer MH17 ist mit einer russischen Luftabwehrrakete abgeschossen worden. Das erklärten die internationalen Ermittler in Nieuwegein bei Utrecht. Die Buk-Rakete sei vom Gebiet der pro-russischen Rebellen abgefeuert, die Abschussrampe anschließend nach Russland zurückgebracht worden.

Bereits kurz vor der Veröffentlichung des Berichts hatte der Kreml jede russische Verwicklung in die Tragödie dementiert und seinerseits von "unwiderlegbaren Beweisen" gesprochen. Neue russische Radardaten zeigten, dass die Boeing 777 mit 298 Menschen an Bord 2014 nicht von Gebiet der prorussischen Separatisten aus beschossen worden sei, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Moskau beschuldigte stattdessen die Ukraine, für den Abschuss verantwortlich zu sein.

Die Angehörigen waren von der Staatsanwaltschaft bereits am Morgen über die ersten Ergebnisse informiert worden. Daraufhin war durchgesickert, dass davon ausgegangen wird, die Maschine sei von pro-russischem Rebellengebiet abgeschossen worden. Zudem habe die Behörde bereits 100 Verdächtige ausgemacht, die an dem Abschuss beteiligt gewesen sein könnten - zum Teil seien sie bereits identifiziert.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa

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