Politik

Neue Vorwürfe aus USA und London Russland soll hinter Hackerangriff stecken

Schwerwiegende Anschuldigungen aus Washington und London: In einer gemeinsamen Warnung vor einer laufenden Cyberattacke werfen die USA und Großbritannien der russischen Regierung einen neuen, "bösartigen" Angriff auf Knotenpunkte im Internet vor.

Russland steht nach Angaben der USA und Großbritanniens hinter einem großflächigen Angriff auf die Datennetze. Die "bösartige" Cyber-Attacke richte sich sowohl gegen staatliche als auch private Organisationen, hieß es in einer in London veröffentlichten gemeinsamen Erklärung des Nationalen Cybersicherheitszentrums von Großbritannien, der US-Bundespolizei FBI und des US-Heimatschutzministeriums. Auch Privatpersonen seien von den Cyber-Angriffen betroffen.

Hauptziele der Attacken seien für das Funktionieren des Internet wesentliche Installationen wie Router, Switches und Firewalls. Die Hacker wollten der Spionage den Weg bahnen, geistiges Eigentum rauben und dauerhaften Zugang zu den Netzwerken der Opfer gewinnen, warnten die britischen und US-Behörden.

Die neuen Vorwürfe erscheinen geeignet, die ohnehin bereits angespannten Beziehungen zwischen Russland und dem Westen weiter zu belasten. Vor gut zwei Monaten hatte die US-Regierung unter Hinweis auf die sogenannte "NotPetya"-Attacke aus dem Vorjahr gezielte Sanktionen gegen mehrere russische Staatsbürger und Unternehmen verhängt.

Die gemeinsamen Luftangriffe der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf mutmaßliche Chemiewaffenanlagen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad hatten das Verhältnis der drei westlichen Staaten zu Russland zusätzlich .

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa/rts

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