Politik

150 Teilnehmer bestätigt Russland testet "Light Version" von Impfstoff

Der russische Impfstoff

Der russische Impfstoff "Sputnik V" wird etwa in Argentinien genutzt.

(Foto: REUTERS)

Eine neue Version des russischen Corona-Impfstoffs "Sputnik V" geht in die Testphase. Diese sogenannte "Light Version" soll schneller wirksam sein, birgt aber auch einen großen Nachteil.

Russland hat mit Tests einer "Light-Version" seines Corona-Impfstoffs "Sputnik V" begonnen. Das Gesundheitsministerium in Moskau erteilte nach eigenen Angaben nun die Erlaubnis dafür. Mit den klinischen Studien solle in den nächsten Monaten herausgefunden werden, wie sicher das Mittel sei und wie gut es wirke.

150 Freiwillige beteiligten sich an den Tests. Nach früheren Angaben soll "Sputnik Light" zwar weniger lange Schutz bieten, dafür aber schneller wirksam sein. Normalerweise sind bei einer Impfung mit "Sputnik V" zwei Injektionen nötig, und die Immunität soll sich erst innerhalb von 42 Tagen bilden.

In Russland laufen die Impfungen gegen das Coronavirus seit einem Monat. Mehr als 1,5 Millionen Menschen sind demnach schon geimpft worden. Der Light-Impfstoff sei weltweit für viele Länder interessant, die sich im Kampf gegen das Virus darum bemühten, "so viele Leben wie möglich zu retten", sagte der Chef des staatlichen Direktinvestmentfonds, Kirill Dmitrijew, der Agentur Tass zufolge. Der Fonds finanziert das Vakzin mit und vermarktet es im Ausland.

Kremlchef Wladimir Putin hatte zuletzt Druck bei der flächendeckenden Impfung gemacht. Bis November sollen früheren Angaben zufolge 70 Prozent der Bevölkerung einen Wirkstoff gegen das Virus erhalten haben. Das Land mit seinen 146 Millionen Menschen will in diesem Jahr eine halbe Milliarde Impfdosen produzieren lassen - vor allem für den Export.

In Russland haben sich seit der Beginn der Pandemie im Frühjahr laut offizieller Statistik mehr als 3,4 Millionen Menschen infiziert. Für heute meldeten die Behörden 23.300 neue Fälle innerhalb eines Tages, deutlich weniger als zuletzt. Bei einem Patienten wurde Ende Dezember die Virus-Mutation aus Großbritannien festgestellt. Der Fall wurde erst jetzt bekannt.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa

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