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"Dolch" kann Atomköpfe tragen Russland testet neue Hyperschallrakete

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Die "Dolch" genannte Rakete ist durch ihre extreme Geschwindigkeit kaum abzufangen.

(Foto: Wikipedia / The Presidential Press and Information Office)

Das russische Militär hält vor der Krim ein großangelegtes Übungsmanöver ab. Neben Marschflugkörpern und U-Booten kommt dabei auch eine neuartige Waffe zum Einsatz. Die Hyperschallrakete fliegt mit zehnfacher Schallgeschwindigkeit - und kann mit Nuklearsprengkörpern ausgerüstet werden.

Bei einer Militärübung am Schwarzen Meer hat Russland seine neue Hyperschallrakete vom Typ "Kinschal" (übersetzt: Dolch) eingesetzt. Kremlchef Wladimir Putin habe als Oberbefehlshaber der russischen Streitkräfte das Manöver vor der Schwarzmeerhalbinsel Krim beobachtet, teilte der Kreml mit. Die Rakete sei von Kampfflugzeugen abgefeuert worden und habe wie geplant einen Übungsplatz erreicht, hieß es.

Bei der gemeinsamen Übung der Nord- und der Schwarzmeerflotte seien auch Marschflugkörper des Typs "Kalibr" eingesetzt worden, zudem waren zahlreiche Raketenträgerschiffe und U-Boote dabei. Die Hyperschallrakete "Kinschal", die auch nukleare Sprengsätze tragen kann, wurde von Putin vor knapp zwei Jahren als hochmoderne Waffe präsentiert. 2018 wurde die Luft-Boden-Rakete erfolgreich getestet. Russischen Angaben zufolge fliegt die Mittelstreckenrakete mit bis zu zehnfacher Schallgeschwindigkeit und ist deshalb kaum abzufangen.

Russland hatte sich 2014 unter massivem internationalem Protest die Halbinsel Krim einverleibt. Der Westen sieht darin einen Bruch des Völkerrechts. Die Ukraine sieht die Krim noch immer als Teil ihres Staatsgebiets an. Sewastopol war bereits vor der Annexion Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte.

Quelle: ntv.de, mra/dpa