Politik

Trump telefoniert mit Putin Russland und USA streiten über Venezuela

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Trump und Putin (r.), hier bei einem Treffen 2017, haben lange miteinander telefoniert.

(Foto: REUTERS)

Es gibt viel zu besprechen zwischen Russland und den USA. Gegenseitige Beschuldigungen gab es zuletzt beim Thema Venezuela. Bei einem Telefonat von Kremlchef Putin mit US-Präsident Trump beharren beide auf ihren Positionen. Selbst bei der Länge des Gesprächs ist man sich uneinig.

US-Präsident Donald Trump und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin haben telefoniert und auch über die Lage in Venezuela gesprochen. Trump twitterte, es sei ein langes und sehr gutes Gespräch gewesen. Es habe etwas mehr als eine Stunde gedauert, sagte Trumps Sprecherin Sarah Sanders. Der Kreml bestätigte das Gespräch, das nach Moskauer Angaben rund anderthalb Stunden dauerte. Das Telefonat sei auf Initiative der USA zustande gekommen, hieß es. Dabei hätten die beiden Staatschefs vor allem über die Krise in Venezuela gesprochen. Putin habe betont, dass die Venezolaner die Zukunft ihres Landes selbst bestimmen sollten und eine Einmischung von außen dies untergraben würde.

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Regierungsvertreter beider Länder hatten sich zuletzt gegenseitig beschuldigt, zu einer Eskalation in dem südamerikanischen Krisenland beizutragen. Russland gehört zu den Staaten, die die Regierung von Nicolás Maduro stützen. Die USA, Deutschland, viele EU-Staaten und mehrere lateinamerikanische Länder haben dagegen den Oppositionsführer und Parlamentspräsidenten Juan Guaidó als rechtmäßigen Übergangspräsidenten anerkannt.

Sanders sagte, Trumps Fokus in dem Telefonat mit Putin habe darauf gelegen, klarzumachen, dass die USA an der Seite des venezolanischen Volkes stünden, und dass Hilfslieferungen in das Land gelangen müssten. Nach Darstellung beider Seiten soll es in der kommenden Woche wahrscheinlich ein Treffen zwischen US-Außenminister Mike Pompeo und seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Finnland geben.

Sanders sagte auf Nachfrage, Trump und Putin hätten auch kurz über die Erkenntnisse von Sonderermittler Robert Mueller zur Russland-Untersuchung gesprochen. Es sei darum gegangen, dass die Ermittlungen nun vorbei seien und es keine geheimen Absprachen zwischen Trumps Wahlkampflager und Russland gegeben habe, was beide Staatschefs auch schon vor dem Telefonat gewusst hätten. Mueller und sein Team waren auf "zahlreiche" Kontakte zwischen Trumps Wahlkampflager und Vertretern Russlands gestoßen. Beweise für eine Straftat fanden sie nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Alternativen zu Atomabkommen

Beide Präsidenten besprachen auch Möglichkeiten eines neuen Atomabkommens. Eine der diskutierten Varianten sei eine multilaterale Vereinbarung unter Einbeziehung Chinas gewesen, sagte Sanders. Aber auch eine Erweiterung des gegenwärtigen Nuklearvertrags zwischen den USA und Russland sei als Option diskutiert worden. Beide Länder haben den INF-Vertrag zur atomaren Abrüstung ausgesetzt. Sie werfen sich gegenseitig vor, gegen das Abkommen aus dem Kalten Krieg zu verstoßen.

Zudem habe Putin Trump über sein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in der vergangenen Woche informiert. Auch die Lage in der Ukraine nach der Präsidentenwahl sei besprochen worden.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa/rts

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