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Achte Blockade im Sicherheitsrat Russland verhindert neue Syrien-Resolution

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Ein Mann nimmt Proben auf einer Straße in Chan Scheichun, auf der mutmaßlich eine Giftgasrakete eingeschlagen ist.

(Foto: imago/UPI Photo)

Als enger Verbündeter steht Russland der syrischen Führung auch im UN-Sicherheitsrat treu zur Seite und legt erneut sein Veto ein. Ermittler der Vereinten Nationen erhalten damit keine Möglichkeit, den mutmaßlichen Giftgasangriff zu untersuchen.

Russland hat mit seinem Veto im UN-Sicherheitsrat bereits zum achten Mal seit Beginn des Bürgerkriegs eine Syrien-Resolution verhindert. Zehn Mitglieder des Gremiums stimmten am Mittwoch in New York für den inzwischen vierten Entwurf einer Resolution zum mutmaßlichen Giftgasangriff in Chan Scheichun. Außer Russland votierte nur Bolivien gegen das Papier. China, das seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien bereits gegen sechs Resolutionen gestimmt hatte, enthielt sich dieses Mal, ebenso wie Äthiopien und Kasachstan.

Der von Großbritannien, Frankreich und den USA vorgelegte Entwurf hätte die mutmaßliche Attacke auf das Schärfste verurteilt und die syrische Regierung verpflichtet, internationalen Ermittlern Zugang zu gewähren. Schon vergangene Woche waren mehrere Anläufe in dem höchsten UN-Gremium gescheitert, auf den vermuteten Gasangriff mit einer Resolution zu reagieren.

Bei dem Angriff in der von Rebellen kontrollierten Kleinstadt wurden am 4. April 87 Menschen getötet. Nach britischen und türkischen Untersuchungen wurde das Nervengas Sarin eingesetzt. Die USA und andere westliche Staaten machen den syrischen Machthaber Baschar al-Assad verantwortlich. Als Vergeltungsschlag bombardierte das US-Militär eine syrische Luftwaffenbasis.

Russland ist ein enger Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die Regierungen in Damaskus und Moskau machen die Rebellen für den tödlichen Giftgasangriff verantwortlich. Demnach wurde bei dem Luftangriff ein Lager der Aufständischen mit Giftgas getroffen.

Quelle: n-tv.de, chr/rts/dpa/AFP

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