Politik

Machtkampf in Venezuela Russland warnt USA vor Einmischung und "Gewalt"

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Russlands Außenminister Lawrow warnt die USA vor "jeglicher Einmischung" in Venezuela.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Kampf um die politische Macht in Venezuela zwischen Staatschef Maduro und dem selbsternannten Präsidenten Guaido entwickelt sich immer mehr zu einem hochbrisanten internationalen Konflikt: Die Außenminister Russlands und der USA telefonieren. Danach fallen deutliche Worte.

Russland hat die USA im Machtkampf in Venezuela zur Zurückhaltung aufgerufen. Außenminister Sergej Lawrow habe seinen US-Kollegen Mike Pompeo in einem Telefonat vor "jeglicher Einmischung in die internen Angelegenheiten Venezuelas gewarnt, einschließlich der von Washington angedrohten Gewaltanwendung", teilte das russische Außenministerium mit.

In Venezuela herrscht ein erbitterter Machtkampf zwischen Staatschef Nicolás Maduro und dem oppositionellen Parlamentspräsidenten Juan Guaidó. Russland ist einer der wichtigsten Verbündeten Maduros, während die USA und dutzende andere Länder, darunter Deutschland und weitere EU-Staaten, den selbsternannten Übergangspräsidenten Guaidó unterstützen.

Washington schließt auch eine Militärintervention in Venezuela nicht aus. US-Präsident Donald Trump halte sich "alle Optionen" offen, hatte der Nationale Sicherheitsberater John Bolton Ende Januar gesagt.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

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