Politik

Wahlkampagne und Sommertour SPD macht sich Mut mit neuen Plakaten

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Erst soll es um Themen gehen, danach steht Kanzlerkandidat Schulz im Mittelpunkt.

(Foto: imago/Emmanuele Contini)

Es komme auf den Sprint am Ende an, sagt SPD-Generalsekretär Heil. Seine Partei will sich trotz magerer Umfragewerte nicht geschlagen geben. In Berlin stellt man dazu die Wahlkampagne vor. Kandidat Schulz geht derweil auf Reisen durchs Land.

Mit den Themen Familie, Bildung, Rente, Arbeit und Innovation will die SPD in den nächsten Wahlkampfwochen punkten. Generalsekretär Hubertus Heil und Bundesgeschäftsführerin Juliane Seifert haben dazu in Berlin die Kampagne der SPD für die Bundestagswahl vorgestellt.

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Auch Lohngleichheit gehört zu den Themen auf den Plakaten.

(Foto: imago/Emmanuele Contini)

In einer ersten Welle setzt die Partei dabei auf Themenplakate - unter anderem zu Familienpolitik, Lohngleichheit für Frauen und kostenloser Bildung. In einer zweiten Welle will die SPD ihren Spitzenkandidaten Martin Schulz auf Plakaten in den Mittelpunkt rücken. Ein Motiv, das Heil enthüllte, zeigt das Konterfei des Kanzlerkandidaten mit dem Schriftzug: "Die Zukunft braucht neue Ideen. Und einen, der sie durchsetzt." In den letzten Wahlkampfwochen sollen schließlich Plakate mit zugespitzten Botschaften folgen.

Die Sozialdemokraten lassen sich ihre Kampagne laut Heil 24 Millionen Euro kosten - etwas höher als bei der Bundestagswahl vor vier Jahren. "Martin Schulz hat deutlich gemacht: Deutschland kann mehr", sagte er bei der Präsentation im Willy-Brandt-Haus. "Darum geht es auch in dieser Kampagne."

Heil spricht der Partei Mut zu

Seifert sagte, Schulz werde ab dem 8. August 30 Tage lang an über 60 Orten in allen 16 Bundesländern auftreten und in dieser Zeit mehr als 20.000 Kilometer zurücklegen. Am 22. und 23. September seien in Berlin und Aachen große Abschlusskundgebungen geplant.

Ziel der Sozialdemokraten sei, "mit möglichst vielen potenziellen Wählerinnen und Wählern ins Gespräch zu kommen", sagte Seifert. Schulz wolle in Städten, aber auch auf dem Land "auf Augenhöhe" mit den Menschen in den Dialog treten. Heil gab sich trotz des großen Umfragerückstands optimistisch. "Der Wahlkampf geht jetzt erst richtig los", sagte er. Viele Menschen seien noch unentschieden und würden in den kommenden Wochen anfangen, sich mit den politischen Angeboten zu befassen. "Es zählt der Sprint am Ende. Und auf den sind wir gut vorbereitet."

In Umfragen liegen die Sozialdemokraten allerdings zwischen 14 und 18 Prozentpunkten hinter CDU und CSU. Damit hätte die SPD außer als Juniorpartner in einer Neuauflage der großen Koalition keine realistische Chance, in der Regierung zu bleiben. Gewählt wird am 24. September.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa/AFP

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