Politik

Meuthen gerät ins Abseits Sachsen-AfD beschwört Einigkeit der Partei

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Der Co-Vorsitzende Meuthen und Bundestagsfraktions-Co-Chef Chrupalla

(Foto: picture alliance/dpa)

Nachdem der Co-Vorsitzende Meuthen alle Gedankenspiele über eine Aufspaltung der AfD für beerdigt erklärt hat, legt die sächsische AfD nach: In einer Erklärung stellen die Unterzeichner fest, dass die AfD nur geeint Volkspartei werde. Bundestagsfraktionschef Chrupalla ist einer von ihnen.

Führende Köpfe der sächsischen AfD haben ihre Partei in der Corona-Krise zur Geschlossenheit aufgerufen. "Wir erklären hiermit, dass wir vor dem Hintergrund der Verantwortung, die auf uns lastet, fürderhin in unseren Reihen nur solche Personen respektieren und fördern werden, die sich diesem Ziel verpflichtet sehen und die sich unmissverständlich und glaubhaft in Wort und Tat zur Einheit der Partei bekennen", heißt es.

Nur durch die Vereinigung aller Kräfte und Strömungen und unter Respektierung regionaler Besonderheiten innerhalb der Partei sei man in der Lage, eine "wirkliche Volkspartei" zu werden. Zu den Unterzeichnern gehört auch der Parteivorsitzende und sächsische Bundestagsabgeordnete Tino Chrupalla. Er hat den Text jedoch nach eigenen Angaben nicht selbst verfasst.

In der AfD wurde die Erklärung von vielen als Kritik am Co-Parteivorsitzenden Jörg Meuthen verstanden. Der hatte Anfang April für große Aufregung in der Partei gesorgt, als er in einem Interview die Idee einer Spaltung der AfD in eine "freiheitlich-konservative" Partei und eine Partei für Anhänger des rechtsnationalen Flügels um den Thüringer Landeschef Björn Höcke lancierte. Auf Druck des Parteivorstandes räumte er später ein, diese Gedankenspiele seien ein Fehler gewesen.

Quelle: ntv.de, shu/dpa