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Zahlungsstopp wird aufgehoben Sanierung der "Gorch Fock" geht weiter

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Die Sanierung der "Gorch Fock" (hier 2010) ist mittlerweile eher ein Neubau.

(Foto: APN)

Die Sanierung der "Gorch Fock" ist finanziell aus dem Ruder gelaufen. Statt der ursprünglich geplanten zehn Millionen Euro könnte sie 135 Millionen kosten. Den verhängten Zahlungsstopp will Verteidigungsministerin von der Leyen nun aber wieder aufheben.

Die wegen des Verdachts auf erhebliche Unregelmäßigkeiten gestoppte Sanierung des Segelschulschiffs "Gorch Fock" kann voraussichtlich Anfang nächster Woche weitergehen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will den zurzeit geltenden Zahlungsstopp aufheben.

Ziel sei es, am Montag wieder mit den Arbeiten zu beginnen, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Zuvor hatte es Gespräche mit der neuen Führung der Elsflether Werft AG gegeben, die das Projekt nach der Ablösung der alten Spitze wegen Untreue-Vorwürfen wieder auf Kurs bringen will. Der grundsätzlichen Einigung über die Aufhebung des Zahlungsstopps müssen formal noch die am Insolvenzverfahren Beteiligten zustimmen.

Die Ministerin sagte, es gebe eine gute Chance, "dass die 'Gorch Fock' wieder auf den Weltmeeren segeln" werde. Die Kosten für die Sanierung des Dreimast-Seglers schnellten über die Jahre rasant die Höhe. Ursprünglich waren 10 Millionen Euro vorgesehen, dann wurde auf 75 Millionen Euro erhöht, inzwischen ist der Kostenansatz auf bis zu 135 Millionen Euro gestiegen. Bis zum 2. Januar 2019 wurden laut Bundesregierung bereits rund 69 Millionen Euro ausgegeben.

Die erhebliche Kostensteigerung ergab sich nach früheren Angaben vor allem aus dem vorher nicht dokumentierten, schlechten Zustand des Schiffes. In weiten Teilen kommen die Arbeiten inzwischen einem Neubau gleich.

Die mit der Sanierung der "Gorch Fock" beauftragte Elsflether Werft hatte am 20. Februar ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Hintergrund der finanziellen Schwierigkeiten sind mutmaßlich veruntreute Gelder in Millionenhöhe, was von der Leyen und die neue Werftführung der vor rund drei Wochen geschassten alten Leitungsriege zuschreiben.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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