Politik

Heimreise verschobenSchaden am Regierungsflieger: Klingbeil sitzt in den USA fest

02.09.2026, 02:09 Uhr
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Der Airbus A350 der Flugbereitschaft der Bundeswehr sollte eigentlich schon auf dem Weg zurück nach Berlin sein. (Foto: dpa)

Heute soll das Steuergesetz im Kabinett beschlossen werden. Allerdings ohne denjenigen, der es verantwortet: Finanzminister Klingbeil ist nach einer Flugzeugpanne in den USA gestrandet.

Finanzminister Lars Klingbeil sitzt wegen eines Schadens an seinem Regierungsflieger in den USA fest. Ein technisches Problem verhindere den Start der Maschine, meldete der Hauptstadtkorrespondent von RTL/ntv, Martin Schmidt, der mit in der Delegation reist. Der Vizekanzler muss die Nacht im Hotel verbringen. Klingbeil hatte am Treffen der G20-Finanzminister in Asheville im Bundesstaat North Carolina teilgenommen. Im Anschluss besuchte er ein BMW-Werk in Spartanburg in South Carolina.

Damit wird Klingbeil auch die heutige Kabinettsitzung in Berlin verpassen, bei der sein Steuergesetz auf den Weg gebracht werden soll. Unumstritten ist es nicht, das Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche hatte die Pläne als nicht ausreichend kritisiert. "Eine Opposition in der Regierung wird am Ende allen schaden", sagte der Vizekanzler dazu aus der Ferne. Letztlich hätten alle Koalitionspartner dem Gesetzentwurf zugestimmt.

Was genau an der Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr defekt ist, wurde zunächst nicht bekannt. Erst kürzlich war eine Regierungsmaschine auf einem Trainingsflug über dem Indischen Ozean außerplanmäßig auf den Seychellen zwischengelandet. Klingbeil war mit dem Airbus A350 "Konrad Adenauer" der Luftwaffe unterwegs. Dessen Vorgänger, ein Airbus A340, hatte mehrfach wegen Schadensausfällen Schlagzeilen gemacht. Nachdem die damalige Außenministerin Annalena Baerbock im August 2023 nach einer Doppelpanne in Abu-Dhabi eine Indo-Pazifik-Reise absagen musste, wurde die Maschine ausgemustert.  

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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