Politik

Innereuropäische Grenzkontrollen Schengenraum: Brüssel erwägt neue Regeln

Dänemark möchte die Zahl der illegalen Flüchtlinge verringern - seit Montag werden deswegen wieder die Grenzen kontrolliert.

Grenzkontrollen in Dänemark

(Foto: picture alliance / dpa)

Seit September 2015 - der Hochphase der Flüchtlingskrise - gibt es innereuropäische Grenzkontrollen, dank einer Sondergenehmigung. Einige Länder, darunter Deutschland, wollen diese nun verlängern.

Im Kampf gegen den Terrorismus hält die EU-Kommission offensichtlich innereuropäische Grenzkontrollen für denkbar. "Die Sicherheit der Europäer muss Priorität haben, und wir denken in der Kommission darüber nach, ob die jetzigen Regeln für den Schengen-Raum an die neue Lage angepasst werden müssen", sagte EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos der "Passauer Neue Presse".

Die Grenzkontrollen waren im September 2015 in der Hochphase der Flüchtlingskrise eingeführt worden. Sie sind nur aufgrund einer Sondergenehmigung möglich, da systematische Grenzkontrollen im Schengenraum eigentlich verboten sind. Deutschland und Österreich hatten sich jüngst für eine Verlängerung der Kontrollen ausgesprochen.

"Wir müssen unterscheiden zwischen innereuropäischen Kontrollen, die mit der Flüchtlingskrise von 2015/16 zu tun haben und solchen, die aus Sicherheitsgründen eingeführt werden", erläuterte Avramopoulos mit Blick auf die Terroranschläge der vergangenen Jahre. "Ich tausche mich regelmäßig mit den Innenministern aus und bin für neue Vorschläge offen."

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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