Politik

Moskau und Kiew melden Abschüsse Schlangeninsel wird wieder zum Kampfgebiet

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Die Schlangeninsel ist eines der wenigen Eilande, das die Ukraine besitzt. Sie ist vor allem für Anrechte auf Bodenschätze im Meer strategisch wichtig.

(Foto: picture alliance/dpa/Planet Labs PB/AP)

Zu Beginn der russischen Invasion gerät die Schlangeninsel in die Schlagzeilen, weil auf ihr die kleine ukrainische Garnison einem russischen Kriegsschiff trotzt. Nun gerät das Eiland wieder in den Fokus der Militärs. Sowohl Moskau als auch Kiew melden Erfolge rund um die Insel.

Das russische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht mehrere Flugzeuge und Hubschrauber über der ukrainischen Schlangeninsel abgeschossen. "Während der Nacht haben russische Luftabwehreinheiten über der Schlangeninsel zwei weitere ukrainische Bomber vom Typ Su-24 und einen Hubschrauber vom Typ Mi-24 vernichtet und vor der Stadt Odessa eine Bayraktar-Drohne abgeschossen", teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, mit. Darüber hinaus sei eine ukrainische Korvette versenkt worden.

Meldungen aus Kiew und Moskau zeugen von heftigen Kämpfen um das strategisch wichtige Eiland, das 35 Kilometer von der Küste entfernt direkt vor dem Donaudelta im Gebiet Odessa gelegen ist. Die russischen Streitkräfte hatten gleich zu Beginn des Krieges den ukrainischen Stützpunkt dort eingenommen, dessen Funkspruch an ein russisches Kriegsschiff weltweit berühmt wurde. In dem Gebiet soll aber später auch das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte, der Kreuzer "Moskwa", nach ukrainischem Beschuss gesunken sein.

Schon im Lagebericht am Samstagabend hatte das russische Militär den Abschuss mehrerer Drohnen, eines Su-24-Bombers, eines Su-27-Kampfjets und eines Militärhubschraubers mit Fallschirmjägern an Bord gemeldet. Darüber hinaus sei ein ukrainisches Landungsboot versenkt worden. Auf der Gegenseite hat das ukrainische Militär zuletzt die Versenkung eines russischen Landungsboots auf der Insel gemeldet.

Zudem zeigte der Operationsstab des ukrainischen Wehrkommandos Süd ein Video mit dem angeblichen Abschuss eines russischen Hubschraubers über der Insel. Ukrainische Medien hatten zuvor sogar gemeldet, dass eine russische Fregatte in der Region nach Beschuss in Brand geraten sei. Für diese Berichte gibt es allerdings keine Bestätigung.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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