Politik
Alice Schwarzer versucht sich an einer Erklärung zu Köln.
Alice Schwarzer versucht sich an einer Erklärung zu Köln.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 04. Januar 2017

Entwurzelt, brutalisiert, islamisiert: Schwarzer erklärt die Kölner Silvesternacht

Die Polizei ist nach den Übergriffen 2015 mit einem Großaufgebot zu Silvester in Köln. Es bleibt weitgehend friedlich. Doch die Beamten rätseln über die hohe Zahl von Nordafrikanern in der Stadt. Alice Schwarzer hat da eine Erklärung - und ein Psychogramm.

Frauenrechtlerin Alice Schwarzer hat in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ihre Sicht auf die Silvesternächte in Köln dargelegt. Demnach haben junge nordafrikanische Männer auch beim jüngsten Jahreswechsel gezielt provozieren wollen. "Dieselbe Sorte Mann wie vor einem Jahr legte es darauf an, in Köln auf ihre Art zu 'feiern'", sagte sie. "Es handelt sich um entwurzelte, brutalisierte und islamisierte junge Männer vorwiegend aus Algerien und Marokko." Ohne das konsequente Einschreiten der Polizei wären "wieder hunderte Frauen mit sexueller Gewalt aus dem öffentlichen Raum verjagt und die 'hilflosen' Männer an ihrer Seite wären wieder gedemütigt worden".

Mit Blick auf die Übergriffe 2015 sagte sie weiter, dass sich junge von patriarchalen Traditionen geprägte und vom politischen Islam verhetzte nordafrikanische Männer - organisiert durch eine Handvoll Hintermänner - schwarmartig verabredet hätten. "Es ging 2015 darum, es den westlichen 'Schlampen' und deren Männern, diesen europäischen 'Schlappschwänzen', mal richtig zu zeigen", sagte die 74-Jährige. Das folgende Silvester sei dann eine Herausforderung des Staates gewesen. "Denn diesen erneut angereisten Männern muss ja klargewesen sein, dass sie diesmal auf polizeilichen Widerstand stoßen würden."

Zumindest in diesem Punkt äußerte sich der Inspektionsleiter Organisierte Kriminalität des Polizeipräsidiums Düsseldorf, Dietmar Kneib, ähnlich: "Man muss schon davon ausgehen, dass es ein Statement gewesen ist. Die Diskussion, die es in dem letzten Jahr gegeben hat, kann auch in diesen Kreisen nicht vollkommen unbemerkt geblieben sein." Dass sie dann in so hoher Zahl auftauchten und in ausgeprägter aggressiver Grundstimmung gewesen seien, habe ihn nachdenklich gemacht. Die jungen Nordafrikaner seien sehr gut über die sozialen Medien vernetzt - "und zwar nicht über Facebook, sondern über solche, die wir nicht überwachen können".

Quelle: n-tv.de

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