Politik

Einigkeit nach der Wahl? Schwesig: Jeder muss SPD-Spitze unterstützen

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Rund 425.600 Parteimitglieder waren vom 19. bis zum 29. November aufgerufen, sich für eines der Bewerberduos zu entscheiden.

(Foto: imago images/Emmanuele Contini)

Die SPD verkündet heute das Ergebnis der Stichwahl um die künftige Parteispitze. Egal wer es wird, die Partei müsse enger zusammenrücken und geschlossen hinter dem Duo stehen, appelliert Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig an alle Sozialdemokraten.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat alle Sozialdemokraten aufgerufen, sich hinter die künftige SPD-Führung zu stellen. Wenn die Wahl getroffen ist, "muss für alle gelten, hinter der neuen Parteiführung zu stehen und sie mit aller Kraft und von Herzen zu unterstützen", sagte die Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Schwesig verwies darauf, dass "vor allem in den letzten Tagen" zwischen den beiden Bewerberteams die Unterschiede deutlich geworden seien. "Das ist gut, denn es gibt den Mitgliedern mehr Klarheit und Orientierung", sagte sie. Nach der Wahlentscheidung sei aber Geschlossenheit gefragt. Schwesig sagte, die SPD habe mit dem Verfahren zur Wahl des neuen Teams "einen völlig neuen Weg" beschritten. "Dazu gehörte auch Mut."

Die SPD verkündet am Samstagabend das Ergebnis der Stichwahl um die künftige Parteispitze. Rund 425.600 Parteimitglieder waren vom 19. bis zum 29. November aufgerufen, sich zwischen den beiden Bewerberduos Olaf Scholz und Klara Geywitz sowie Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans zu entscheiden. Gut 140.000 Sozialdemokraten hatten sich nach Parteiangaben für eine Onlineabstimmung angemeldet, die anderen konnten per Brief teilnehmen.

In der ersten Abstimmungsrunde hatten sich 22,68 Prozent der teilnehmenden Mitglieder für Scholz und Geywitz entschieden. 21,04 Prozent bevorzugten das Team Esken und Walter-Borjans, das im Gegensatz zu seinen Konkurrenten sehr kritisch zur Großen Koalition steht. Formal gewählt wird die neue SPD-Spitze am kommenden Freitag auf dem Bundesparteitag in Berlin.

Quelle: ntv.de, mba/AFP