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"Sicherheit fängt an Grenzen an" Seehofer lässt Schleierfahndung verstärken

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Laut Innenministerium gibt es "nach wie vor eine hohe Zahl von illegalen Grenzübertritten".

(Foto: picture alliance/dpa)

Innenminister Seehofer ordnet an, die Einreise von Migranten über andere EU-Staaten weiter intensiv zu bekämpfen. Neben Grenzkontrollen zu Österreich setzt er auf anlasslose Fahndungen nach Verdächtigen im Grenzgebiet durch Polizisten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat angekündigt, die Schleierfahndung an den Grenzen bundesweit zu intensivieren. "Die Sicherheit fängt an den Grenzen an", erklärte der CSU-Politiker. Das Bundesinnenministerium schrieb auf Twitter, der Schritt erfolge "zur besseren Bekämpfung der Sekundärmigration". Gemeint ist die Weiterreise von Migranten aus Nicht-EU-Ländern, die innerhalb Europas zum Beispiel nach Deutschland weiterreisen. Schleierfahndungen sind Fahndungen der Polizei ohne konkreten Anlass oder Verdacht.

Seehofer schrieb in einer Erklärung via Twitter: "Neben der erneuten Anordnung von Grenzkontrollen zu Österreich habe ich angewiesen, dass die Bundespolizei die Schleierfahndung an allen anderen deutschen Binnengrenzen intensiviert. Wir haben alle Grenzen unseres Landes im Blick."

Erst kürzlich hatte Seehofer angekündigt, dass Deutschland seine Kontrollen an der Grenze zu Österreich erneut um ein halbes Jahr verlängert. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, "dass nach wie vor eine hohe Zahl von illegalen Grenzübertritten festgestellt" werde.

Aus Gründen der Sicherheit und um Kontrolle über das Migrationsgeschehen zu haben, werde die Bundespolizei nun angewiesen, die Kontrollen über den 11. November hinaus fortzusetzen. Deutschland hat eine 3700 Kilometer lange Landgrenze, allein zu Österreich sind es gut 800 Kilometer mit Dutzenden Übergängen. Das erschwert lückenlose Einreisekontrollen enorm.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa

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