Politik

Reformiert und flexibler Seehofer plant Islamkonferenz im November

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"Wir wollen uns künftig weniger über theoretische und wissenschaftliche Fragen austauschen, sondern vielmehr praktische Fragen der Integration besprechen", sagt Seehofer.

(Foto: picture alliance/dpa)

2006 ruft der damalige Bundesinnenminister Schäuble die Islamkonferenz ins Leben. Ihr Ziel: eine bessere Integration. Nun versucht Bundesinnenminister Seehofer etwas Neues - und verspricht sich viel davon.

Bundesinnenminister Horst Seehofer plant für November das erste Treffen der neu konzipierten Islamkonferenz. Er habe mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, bereits darüber gesprochen, sagte der CSU-Politiker der "Rheinischen Post". Weitere Gespräche mit den anderen Dachverbänden seien geplant.

Die Islamkonferenz war im Jahr 2006 vom damaligen Innenminister Wolfgang Schäuble von der CDU ins Leben gerufen worden. Das Gesprächsforum soll die Integration voranbringen sowie den Austausch zwischen Staat und Muslimen verbessern.

Mehr Flexibilität - mehr Akzeptanz?

Seehofer hatte zuletzt eine umfangreiche Reform auf den Weg gebracht. Anders als bisher sollen die Teilnehmer der Runde von Mal zu Mal wechseln. Feste Mitgliedschaften werde es voraussichtlich nicht mehr geben, hatte eine Ministeriumssprecherin im Juli gesagt. Geplant seien flexible, themenorientierte Zusammensetzungen, die auch variieren könnten.

"Wir wollen uns künftig weniger über theoretische und wissenschaftliche Fragen austauschen, sondern vielmehr praktische Fragen der Integration besprechen", sagte Seehofer der Zeitung. Es solle stärker darum gehen, wie das alltägliche Miteinander zum Beispiel am Arbeitsplatz oder in Sportvereinen funktioniere. "Wir wollen konkret besprechen, was vor Ort einen toleranten Umgang miteinander auf allen Seiten ausmacht und wie dieser gefördert werden kann."

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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