Nach Hubschrauber-Abschuss"Selbstverteidigung": US-Militär fliegt neue Angriffe gegen den Iran

In der Nacht stürzt ein US-Militärhubschrauber vor der Küste des Omans ab. Die USA machen den Iran dafür verantwortlich, Präsident Trump kündigt Vergeltung an. Jetzt fliegen die US-Streitkräfte neue Angriffe.
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mit Vergeltungsschlägen gegen den Iran begonnen. Diese seien auf Anweisung von US-Präsident Donald Trump und als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers erfolgt, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. "Die Mission stellt eine verhältnismäßige Antwort auf die ungerechtfertigte iranische Aggression dar", begründete das US-Militär sein Vorgehen. Die Angriffe dienten der "Selbstverteidigung" und hätten um 17.00 Uhr US-Ostküstenzeit begonnen.
Nähere Angaben zum Umfang der Angriffe machte Centcom zunächst nicht. Nach Berichten der iranischen Nachrichtenagentur Mehr wurden am Abend (Ortszeit) in der Hafenstadt Sirik am Golf von Oman und Umgebung von Bewohnern Explosionen gemeldet, ohne dass diese eindeutig zugeordnet werden konnten.
Zuvor hatte der Iran nach Angaben von Trump einen US-Militärhubschrauber abgeschossen, als dieser in der Straße von Hormus patrouillierte. Die Piloten seien zwar unverletzt geblieben, aber die Vereinigten Staaten "müssen gezwungenermaßen auf diesen Angriff reagieren", erklärte der US-Präsident.
Piloten nach zwei Stunden gerettet
Vor Trumps Erklärung hatte das Centcom mitgeteilt, dass zwei US-Soldaten eines Apache AH-64 nach dem Absturz ihres Hubschraubers nahe der Küste des Oman gerettet worden seien. "Die Soldaten wurden binnen etwa zwei Stunden sicher gerettet und befinden sich in einem stabilen Zustand", hieß es auf X. Bei dem Rettungseinsatz kam demnach eine See-Drohne zum Einsatz.
Es handelt sich um den zweiten Abschuss einer bemannten US-Militärmaschine durch den Iran, den die US-Regierung bestätigt hat. Im April war ein US-Kampfjet vom Typ F-15 abgeschossen worden. Auch hier wurden beide Piloten gerettet, davon einer in einer besonders spektakulären Rettungsaktion.
Irans Parlamentspräsident Ghalibaf richtete auf X eine Warnung an die USA: "Wir bevorzugen die Sprache der Diplomatie, aber andere Sprachen beherrschen wir weitaus besser. Wenn ihr eure Verpflichtungen nicht einhaltet, werden wir zu der Sprache wechseln, die wir am besten beherrschen."