Abkommen in Aussicht gestelltTrump sieht Verhandlungen mit Iran "in den letzten Zügen"

Zuletzt spitzt sich die Lage im Nahen Osten wieder deutlich zu. Der Iran und Israel nehmen die Kampfhandlungen am Montag wieder auf und stellen sie im Laufe des Tages vorerst ein. Jetzt sieht US-Präsident Trump erneut ein Ende des Konflikts gekommen. Gedroht wird von allen Seiten trotzdem.
US-Präsident Donald Trump hat den Abschluss einer Vereinbarung zur Beendigung des Iran-Kriegs in den kommenden Tagen in Aussicht gestellt. "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird", sagte Trump. Er halte den Abschluss der Verhandlungen in den kommenden "zwei oder drei Tagen" für möglich.
Seit dem 8. April gilt eine brüchige Waffenruhe. In der Nacht zum Montag hatten Israel und der Iran erstmals seit Beginn der Feuerpause wieder Angriffe aufeinander gestartet. Die ersten gegenseitigen Angriffe seit zwei Monaten drohten, Trumps Bemühungen zur Beendigung des Iran-Kriegs zu untergraben.
Im Verlauf des Tages verkündeten dann beide Länder, dass die Kampfaktionen vorerst wieder eingestellt worden seien. Beide Seiten drohten jedoch im Fall von Verstößen gegen ihre jeweiligen Bedingungen mit noch härteren Kämpfen. Sollte der Iran einen Fehler begehen und Israel erneut angreifen, werde man mit aller Härte reagieren, warnte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montagabend. Israels Konflikt mit dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz sei noch nicht beendet.
Sollten die Kampfhandlungen weitergehen, darunter Israels Angriffe im Südlibanon, würden "härtere und vernichtendere Maßnahmen als bisher" erfolgen, drohte Irans militärisches Hauptquartier Chatam al-Anbjia. Trump sagte dem israelischen TV-Sender N12 am Montag, er habe Netanjahu während eines Telefongesprächs gewarnt, dass Israel im Falle einer Ausweitung der Angriffe zu einem größeren regionalen Krieg möglicherweise isoliert dastehen könnte.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Seit Beginn der Waffenruhe Anfang April mehren sich in Israel jedoch Befürchtungen, dass Trump dem Iran für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs zu große Zugeständnisse machen könnte.