Politik

Ukraine fordert Krim zurück Selenskyj: Countdown für Rückholung läuft

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Bekräftigt den Anspruch der Ukraine auf die Halbinsel Krim: Präsident Wolodymyr Selenskyj

(Foto: dpa)

Bei einem in Kiew ausgerichteten Gipfel zur Zukunft der Halbinsel Krim, erhebt der ukrainische Präsident erneut Anspruch auf das durch Russland kontrollierte Gebiet. Er wolle die Krim schon bald wieder zurückholen. Unterstützung kommt auch aus Deutschland.

Mehr als sieben Jahre nach der Annexion der Krim durch Russland hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Gipfel den Anspruch seines Landes auf die Halbinsel bekräftigt. Von nun an laufe der "Countdown für die De-Okkupation" der Schwarzmeer-Halbinsel, sagte Selenskyj beim ersten Gipfel der neuen "Krim-Plattform" in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Russland hatte das Gebiet 2014 nach einer militärischen Invasion gegen internationalen Protest in sein Staatsgebiet eingegliedert. Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete den Gipfel, an dem neben Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auch Vertreter aus mehr als 40 Staaten teilnehmen, als "Hexensabbat".

Altmaier bekräftigte indes in einer Mitteilung seines Ministeriums , "dass sich die Bundesregierung gemeinsam mit den EU-Partnern entschieden zur territorialen Unversehrtheit der Ukraine und zur Nichtanerkennung der völkerrechtswidrigen Krim-Annexion durch Russland sowie zur Aufrechterhaltung der Krim-Sanktionen gegen Russland bekennt". Auch EU-Ratspräsident Charles Michel zeigte sich solidarisch mit der Ukraine: "Unsere Aufgabe ist es, dass die Annexion niemals legalisiert wird."

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte beklagt, dass Russland die Krim in den vergangenen sieben Jahren von einer Urlaubs- und Erholungsregion in einen ökologisch gefährdeten Militärstützpunkt verwandelt habe. "Die Krim war eine Garantie der internationalen Stabilität und ist jetzt ein Pulverfass", sagte er. Zugleich warf Selenskyj Russland vor, die Menschenrechte der Bürger auf der Krim zu verletzen.

Es gebe auf der Halbinsel bereits mehr als 100 politische Gefangene. Er werde jedes politische und juristische Mittel nutzen, um die Krim zurückzuholen, sagte er vor zahlreichen Staats- und Regierungschefs. Russland hatte immer wieder betont, sich auf keine Gespräche über eine Rückgabe der Krim einzulassen. Die Atommacht sieht die Halbinsel als ihr Staatsgebiet und warnte wiederholt vor Versuchen einer gewaltsamen Rückeroberung.

Quelle: ntv.de, vsc/dpa

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