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An mehreren Frontabschnitten Selenskyj: Gegenoffensive läuft

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 Offiziell hat sich Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bislang bedeckt gehalten.

Offiziell hat sich Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bislang bedeckt gehalten.

(Foto: picture alliance / SvenSimon-ThePresidentialOfficeU)

Seit Tagen berichten russische Blogger vom Beginn der ukrainischen Gegenoffensive. Die Ukraine hält sich lange Zeit bedeckt. Davon rückt Präsident Selenskyj nun ab. Er bestätigt den Beginn der Gegenoffensive.

Die ukrainische Gegenoffensive im Krieg gegen Russland läuft nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj. In welcher Phase sich die Gegenoffensive und Gegenangriffe befänden, wollte Selenskyj vor der Presse jedoch nicht erläutern. Auf die Frage nach einem Kommentar zu Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin vom Freitag, wonach die lang erwartete Gegenoffensive der Ukraine begonnen habe, zuckte Selenskyj mit den Schultern und zog die Augenbrauen hoch.

Russlands Präsident Wladimir Putin sagte am Freitag, die Gegenoffensive habe bereits vor einigen Tagen begonnen, doch die Ukraine habe die selbst gesteckten Ziele dabei nicht erreicht. Er sprach von hohen Verlusten der Ukraine. Russische Militärblogger berichteten, es seien Panzer aus deutscher und US-Herstellung gesichtet worden.

Nach Angaben des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) hat die Ukraine an mindestens vier Frontabschnitten Gegenangriffe durchgeführt. Gefechte haben demnach in der Nähe der Stadt Bachmut, bei der Stadt Kreminna, im Südwesten der Region Donezk sowie im Westen der Region Saporischschja stattgefunden, hieß es in dem jüngsten Lagebericht unter Berufung auf Angaben aus Kiew, Moskau und von russischen Militärbloggern.

Laut ISW-Bericht haben in den vergangenen Tagen russische Militärblogger und Medien "voreilig" behauptet, dass die ukrainische Gegenoffensive gescheitert sei. Nachdem Aufnahmen von der Front in Saporischschja mit vom Westen gelieferten beschädigten oder zerstörten Panzern kursierten, hätten einige prominente russische Ultranationalisten behauptet, dass dies auf ein Scheitern einer groß angelegten Gegenoffensive hindeute.

London meldet Fortschritte der Ukraine

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Großbritannien berichtete in einigen Gebieten von militärischen Fortschritten der Streitkräfte des Ukraine. In den vergangenen 48 Stunden habe es wichtige ukrainische Militäroperationen im Osten und Süden des Landes gegeben, teilte das britische Verteidigungsministerium mit. Während in einigen Gegenden gute Fortschritte erzielt und die erste russische Verteidigungslinie durchbrochen worden sei, gehe es für die Ukrainer anderswo langsamer voran. Genauere Angaben zu den Gebieten wurden nicht gemacht.

Eine unabhängige Berichterstattung von der Front ist kaum möglich. Russland erklärt seit Wochenbeginn die ukrainische Offensive für eröffnet, während die Regierung in Kiew dies bislang stets zurückgewiesen hat und unterstrich, man werde den Beginn nicht verkünden.

Quelle: ntv.de, jki/rts

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