Politik

FPD-Vize Vogel im "Frühstart" "Sichere, klimaneutrale Kraftwerke abzuschalten, ist Irrsinn"

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Vogel wirft Bundeswirtschaftsminister Habeck in der AKW-Frage parteitaktisches Kalkül vor und fordert, die Kernkraftwerke länger am Netz zu halten. Die Lieferung von vier weiteren Haubitzen an die Ukraine begrüßt er ausdrücklich. "Aber da geht noch mehr."

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP, Johannes Vogel, hat die Entscheidung von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck kritisiert, zwei der drei noch verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland nur als Notreserve zur Verfügung zu halten. Man müsse "in dieser Ausnahmesituation alle Register ziehen", sagte Vogel in der ntv-Sendung "Frühstart", aber "drei sichere, klimaneutrale Kraftwerke abzuschalten, ist Irrsinn".

Habecks Vorgehensweise habe offenbar auch mit Wahlterminen zu tun. "Ich habe den Eindruck, dieser Notbetrieb ist so ein bisschen ein politischer Notausgang gewesen mit Blick auf die eigene Partei, insbesondere in Niedersachsen", sagte Vogel. Die Grünen würden in Niedersachsen "bye, bye AKW" plakatieren - und am 9. Oktober werde der Landtag neu gewählt.

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Vogel plädiert, wie er sagt, aus drei Gründen dafür, die drei noch verbliebenen Kernkraftwerke am Netz zu halten. Erstens aus Klimaschutzgründen, zweitens zur Stabilisierung des Netzes. Und der dritte und wichtigste Grund sei der Effekt auf den Strompreis. Je mehr Kernkraftwerke am Netz seien, desto länger seien die Phasen, in denen man Gas nicht zur Stromerzeugung brauche. "Und das drückt den Preis." Es sei eine Frage der Vernunft, die Kernkraftwerke nicht abzuschalten.

Die Entscheidung der Bundesregierung, vier weitere Haubitzen an die Ukraine zu liefern, wird von Vogel ausdrücklich begrüßt. "Aber ich glaube, da geht noch mehr." Grundsätzlich spricht sich Vogel dafür aus, im Verbund mit den westlichen Partnern zu handeln. Aber wenn es zum Beispiel bei der Frage nach der Lieferung von Leopard-Panzern keine Einigkeit gebe, müsse man nach anderem Gerät Ausschau halten. "Zum Beispiel gibt es den Marder, den Fuchs." Vogel: "Ich glaube, es geht darum, die Ukraine zu unterstützen, weil das der Weg zum Frieden ist."

Quelle: ntv.de, cwi

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