Politik

Schlechte Umfragewerte Söder: Trendwende muss diese Woche her

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Mehrere Umfragen hatten die SPD zuletzt im Aufwind gesehen - und teils deutlich vor CDU/CSU. 

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Umfragewerte im Bundestagswahlkampf der Union "sind in der Tat nicht gut" - das gibt auch der CSU-Vorsitzende Söder zu. Nun gelte es, diesen Trend zu brechen. Ob die Union mit ihm als Kandidat besser dastehen würde, spielt für Söder hingegen keine Rolle mehr.

Nach zuletzt sinkender Zustimmung muss der Union nach Ansicht des CSU-Vorsitzenden Markus Söder in dieser Woche eine Wende im Bundestagswahlkampf gelingen. "Die Umfragewerte sind in der Tat nicht gut", sagte der bayerische Ministerpräsident drei Wochen vor der Abstimmung am Sonntagabend im "heute journal" des ZDF. "Die nächste Woche ist da jetzt ganz entscheidend, da muss der Trend gebrochen werden." Auf die Frage, ob die Union mit ihm als Kandidat besser dastehen würde, sagte Söder: "Das weiß ich nicht. Das kann man auch nicht sagen. Es spielt auch keine Rolle." Mehrere Umfragen hatten die SPD zuletzt im Aufwind gesehen - und teils deutlich vor CDU/CSU.

Mehrere Unionspolitiker warnten am Wochenende vor einem "Linksrutsch", auch mit Blick auf eine rot-grün-rote Zusammenarbeit. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil verwahrte sich gegen Vorwürfe der Union mit Blick auf die Linke. "Von einer Partei, die in Maskendeals und andere Affären verstrickt ist, braucht die SPD keine moralischen Ratschläge", sagte er der "Bild am Sonntag".

Laut einer Umfrage befürwortet eine Mehrheit der Bundesbürger eine Bundesregierung ohne Beteiligung der Union. In einer Erhebung des Civey-Instituts im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" äußerten rund 56 Prozent der Befragten diese Ansicht. Sie antworteten auf die Frage: "Wünschen Sie sich, dass die CDU/CSU nach 16 Jahren Regierungsverantwortung in die Opposition geht?" mit "Ja, auf jeden Fall" oder "Eher ja". Rund 35 Prozent sind für eine Regierung mit der Union. Der Rest (9 Prozent) äußerte sich unentschieden. Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge vom 1. bis 3. September Antworten von etwas mehr als 5000 Teilnehmern berücksichtigt.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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