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Koalitionen nach Bayern-Wahl Söder spricht mit allen - außer der AfD

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Söder und seine CSU haben bei den Landtagswahlen in Bayern herbe Verluste einfahren müssen.

(Foto: dpa)

Ministerpräsident Söder bezeichnet das Wahlergebnis in Bayern als "schmerzhaft" und will ein "bürgerliches Bündnis". Eine Koalition mit der AfD schließt er aus. Es sei ein Verdienst der CSU, dass die AfD nicht so hoch gewonnen hat, wie in anderen Bundesländern.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat das schlechte Wahlergebnis der CSU bei der Landtagswahl in Bayern als "zum Teil schmerzhaft" bezeichnet. "Wir nehmen das Ergebnis mit Demut an", sagte Söder in München. Die CSU sei aber stärkste Kraft und habe einen "klaren Regierungsauftrag" erhalten.

Söder wies auch der Bundespolitik einen Teil der Verantwortung für das schlechte Abschneiden der CSU in Bayern zu. Es sei nicht leicht, sich vom Bundestrend abzukoppeln, sagte er. Es habe in den vergangenen Wochen viele Situationen gegeben, die es den Wahlhelfern in Bayern nicht leicht gemacht hätten.

"Wir werden Verantwortung übernehmen und besser werden." Weiter sagte Söder, mit dem heutigen Ergebnis sei vor allem klar: "Bayern kann eine klare und stabile Regierung bilden - diesen Auftrag nehmen wir an."

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Seine CSU wolle mit allen bürgerlichen Parteien über mögliche Koalitionen sprechen. Von den Grünen sei die CSU aber "inhaltlich weit entfernt", sagte Söder in der ARD. Seine Priorität liege auf einem "bürgerlichen Bündnis", betonte Söder, ohne die Freien Wähler explizit zu nennen. Eine Umfrage von Infratest-Dimap zeigt, dass diese Konstellation bei den Bayern die beliebteste ist.

Söder weicht Verantwortungsfrage aus

Nach den ersten Hochrechnungen kämen CSU und Freie Wähler zusammen auf eine knappe Mehrheit im Landtag. Die Grünen erreichen nach den Hochrechnungen mit über 18,5 Prozent den zweiten Platz. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss Söder klar aus.

Der Frage nach politischer Verantwortung für das schlechte CSU-Ergebnis weicht Söder aus. Die CSU werde in den kommenden zwei Tagen intensiv beraten, wie es weitergehe. Zugleich betonte der Ministerpräsident Bayerns, dass die CSU aufarbeiten wolle, was die Partei besser machen könne. Unter anderem wolle sie analysieren wie zugezogene "Neubürger" besser angesprochen werden können.

Söder zeigte sich zugleich zufrieden hinsichtlich nicht eingetretener Szenarien. Entgegen von einigen Prognosen, sei die CSU nicht abgewählt worden und auch eine Koalition aus vier Parteien nicht nötig. Der ARD sagte er zudem, dass es seiner Partei gelungen sei, die AfD nicht so stark werden zu lassen, wie in anderen Bundesländern.

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Quelle: n-tv.de, dpa/rts/nen

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