Wegen Ausrufung des KriegsrechtsSonderermittler fordert Todesstrafe für Südkoreas Ex-Präsidenten

Südkoreas konservativer Präsident Yoon greift 2024 in einem Haushaltsstreit zu drastischen Mitteln. Nun fordern Ermittler die Höchststrafe gegen den 65-Jährigen. Die Todesstrafe wurde in Südkorea seit fast 30 Jahren nicht mehr vollstreckt.
Ein südkoreanisches Sonderermittlerteam hat die Todesstrafe für den ehemaligen Präsidenten Yoon Suk Yeol gefordert. Der 65-Jährige, der im Dezember 2024 überraschend das Kriegsrecht verhängt hatte, habe sich laut Argumentation der Sonderermittler des Aufruhrs schuldig gemacht, berichtete Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap.
Ein Urteilsspruch gegen Yoon wird laut Medienberichten Ende des Monats oder Anfang Februar erwartet. Auch wenn in Südkorea weiterhin die Todesstrafe verhängt wird, wurde diese seit fast 30 Jahren nicht mehr vollstreckt.
Am 3. Dezember 2024 rief Yoon im Zuge eines eskalierenden Haushaltsstreits unerwartet das Kriegsrecht aus. Das stürzte das Land in eine mehrmonatige Staatskrise. Die Begründung damals: Die linke Opposition sei von kommunistischen Kräften unterwandert und hege Sympathien für Nordkorea und China. Beweise für diese Anschuldigungen legte der 65-Jährige nicht vor.
Seit dem Sommer wird Südkorea von Präsident Lee Jae Myung regiert, einem links-zentristischen Politiker und langjährigen politischen Rivalen Yoons.