Politik

Schrittweise Rückkehr ab Freitag Spahn will Normalbetrieb an Kliniken starten

afcff9f856bf4812dffa1e5833137104.jpg

Die Krankenhäuser sollen nun auch planbare Operationen durchführen können. Schrittweise soll das System wieder angepasst werden.

(Foto: dpa)

Nachdem Krankenhäuser wochenlang nicht dringliche Routine-OPs wegen der Pandemie verschieben mussten, soll bald wieder der Normalbetrieb einkehren. Laut einem Konzept von Gesundheitsminister Spahn sollen einige Intensivbetten auch wieder für andere Patienten frei gemacht werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn strebt laut einem Zeitungsbericht eine schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb in den Krankenhäusern ab kommenden Freitag an. Die Entwicklung bei den Coronavirus-Neuinfektionen lasse es zu, ab Mai einen Teil der Krankenhauskapazitäten auch wieder für planbare Operationen zu nutzen, heißt es nach Angaben des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in einem Konzept Spahns, das er an seine Ressortkollegen aus den Ländern verschickt habe.

Seit Mitte März haben die Kliniken bundesweit alle medizinisch nicht zwingend notwendigen planbaren Aufnahmen und Operationen verschoben, um für die Behandlung von Corona-Patienten vorbereitet zu sein. In dem jetzigen Konzept Spahns heißt es laut RND, die in den Klinken geschaffenen Kapazitäten für die Versorgung von Coronavirus-Patienten würden aktuell nicht vollständig genutzt.

Versorgung für Nicht-Corona-Patienten

Deshalb könnten in den Krankenhäusern die Zahl der für Infizierte reservierten Intensivbetten heruntergefahren und die Kliniken schrittweise wieder für die Versorgung anderer Patienten geöffnet werden. "Dies ist wichtig, da auch das Verschieben von dringlichen Eingriffen, etwa bei Tumoren, oder von planbaren Operationen, etwa zum Hüftersatz, für die betroffenen Patienten gesundheitliches und seelisches Leid nach sich ziehen", zitierte das Redaktionsnetzwerk aus dem Papier des Ministers.

Zudem gebe es Anzeichen, dass Patienten selbst bei Notfällen wie Herzinfarkten oder Schlaganfällen keine ärztliche Hilfe mehr in Anspruch nähmen. Die Bürger müssten neu dafür sensibilisiert werden, dass sie bei solchen Notfällen ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müssten, mahnte Spahn laut RND. "Die Angst vor einer Corona-Infektion darf hier nicht überwiegen", wird der Minister zitiert.

Quelle: ntv.de, sgu/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen