Politik

Wartezeiten in Klinik verkürzen Spahn will Notfallversorgung reformieren

Unter der 112 soll zukünftig entschieden werden, ob einem Patienten in der Notaufnahme oder bei einem ambulanten Arzt geholfen werden soll. Das sieht ein Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Spahn vor. Zusätzlich sollen neue Zentren die Notaufnahme entlasten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Notaufnahmen entlasten. Dazu sollen unter anderem die Nummer 112 für den Rettungsdienst und die Nummer 116 117, unter der die ärztlichen Bereitschaftsdienste zu erreichen sind, faktisch zusammengeschaltet werden. Das geht aus einem Gesetzentwurf des Gesundheitsministers vor, der n-tv vorliegt.

"Derzeit sind die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu häufig überlaufen, weil unter den Patienten auch solche sind, denen andernorts besser geholfen werden könnte", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dadurch seien die Wartezeiten für Patienten, die dringend auf die Hilfe in der Notfallambulanz angewiesen seien, "oft zu lang".

In einem "Ersteinschätzungsverfahren" sollen die Mitarbeiter der Notfallleitstelle bei jedem Anrufer ermitteln, ob ihm am besten im Krankenhaus oder bei einem ambulanten Arzt geholfen werden kann. Spahn hatte bereits im Dezember 2018 Grundzüge der Reform vorgestellt.

Außerdem soll es an allen Krankenhäusern bundesweit "Integrierte Notfallzentren" (INZ) geben, die von den Kliniken und den Kassenärztlichen Vereinigungen gemeinsam betrieben werden sollen. Patienten sollen dort, je nach Schwere ihrer Erkrankung, entweder sofort in die Notaufnahme geschickt oder ambulant weiterbehandelt werden. Die Notfallzentren sollen "jederzeit zugänglich" und "räumlich derart in ein Krankenhaus eingebunden" sein, dass sie von den Patienten "als erste Anlaufstelle im Notfall wahrgenommen werden".

Quelle: n-tv.de, vck/AFP

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