Politik

Duterte als Vorbild Sri Lanka will Drogenkriminelle hängen

AP_19016412380401.jpg

Seit Dutertes Amtsantritt im Jahr 2016 tötete die philippinische Polizei mehr als 4200 mutmaßliche Drogenkriminelle.

(Foto: AP)

Eigentlich vollstreckt Sri Lanka seit Jahrzehnten keine Todesurteile mehr. Doch nach einem Besuch der Philippinen bezeichnet Staatschef Sirisena den Anti-Drogen-Kampf seines Präsidentenkollegen Duterte als beispielgebend. Jetzt könnte schon fünf Drogenkriminellen die Hinrichtung drohen.

Sri Lanka will im Kampf gegen die Drogenkriminalität innerhalb der kommenden zwei Monate die seit Jahrzehnten ausgesetzte Todesstrafe wieder vollstrecken. Staatschef Maithripala Sirisena sagte dem Parlament, er hoffe, den ersten Drogenkriminellen "in ein oder zwei Monaten" hängen zu sehen. An Menschenrechtsorganisationen appellierte der Präsident, den Versuch zu unterlassen, wegen der Entscheidung Druck auf ihn auszuüben.

Seit dem Jahr 1976 werden Todesurteile in dem Inselstaat im Indischen Ozean nicht mehr vollstreckt, sondern in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Nach einem Besuch der Philippinen im Januar bezeichnete Sirisena den harten Anti-Drogen-Kampf seines Präsidentenkollegen Rodrigo Duterte als beispielgebend. Seit dessen Amtsantritt im Jahr 2016 tötete die philippinische Polizei mehr als 4200 mutmaßliche Drogenkriminelle.

Die srilankische Justizministerin Thalatha Athukorale hatte am Dienstag gesagt, die Unterlagen zur Hinrichtung von fünf Drogenkriminellen seien vorbereitet. Es fehle nur noch die Unterschrift des Staatschefs. Menschenrechtsorganisationen fordern die Behörden in Sri Lanka zum Verzicht auf die Vollstreckung der Todesstrafe auf.

Quelle: n-tv.de, jki/AFP

Mehr zum Thema