Politik

"Stehen gemeinsam in Verantwortung" Steinmeier denkt an Kooperation mit Assad

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(Foto: picture alliance / dpa)

Außenminister Steinmeier will unbedingt verhindern, dass sich der IS und die Al-Nusra-Front in Syrien weiter ausbreiten. Dabei kommt für ihn auch eine Kooperation mit den Truppen des syrischen Machthabers infrage.

Die gemäßigten Rebellen in Syrien sollten aus Sicht der Bundesregierung zusammen mit den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad die Terrormiliz Islamischer Staat bekämpfen. "Jetzt geht es darum, im nächsten Schritt die Opposition in Syrien zu sammeln und zu besprechen, ob sie sich einen begrenzten Waffenstillstand vorstellen können" - mit dem Ziel, dass sich Oppositionskräfte und Regierungskräfte nicht gegenseitig zerfleischten und der Kampf gegen den IS wirkungsvoller werde, sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier in der ARD. Auch Assad könne jetzt beweisen, "ob er sich an der Lösung beteiligen will".

Zum Ziel des von der Regierung beschlossenen deutschen Militär-Einsatzes gegen den IS in Syrien und im Irak sagte der SPD-Politiker, am Ende werde es keine militärische Lösung für die Zukunft Syriens geben. Deshalb arbeite Deutschland intensiv an einer politischen Lösung. "Aber so lange das nicht der Fall ist, müssen wir uns eingestehen, dass wir gemeinsam in der Verantwortung stehen, dass das Gebiet von ISIS und Al-Nusra sich nicht noch weiter ausbreitet." Derzeit sei nicht geplant, dass es eine "Koordinierung im engeren Sinne mit Russland geben soll". Deutschland wolle sich lediglich mit Moskau darüber abstimmen, wo Flugzeuge eingesetzt werden, damit man sich nicht in die Quere komme.

Schon kommende Woche will die Bundesregierung erste "Tornado"-Aufklärungsjets in der Türkei stationieren. Das Engagement ist eine Antwort auf die Anschläge von Paris vor gut zwei Wochen, zu denen sich der IS bekannt hat. Die sunnitische Miliz beherrscht mit Tausenden Kämpfern weite Landstriche in Syrien, dem Irak und Libyen.

Quelle: ntv.de, bdk/dpa