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Druck auf Nato-Partner wirkt Stoltenberg bedankt sich bei Trump

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Nato-Generalsekretär Stoltenberg freut sich über zusätzliche Milliarden für die Verteidigung.

picture alliance/dpa

Mit seiner Kritik für aus seiner Sicht zu niedrige Verteidigungsausgaben von Verbündeten wie Deutschland hat sich US-Präsident Trump nicht gerade beliebt gemacht - außer bei Nato-Generalsekretär Stoltenberg. Dieser preist die "klare Botschaft" Trumps als wirkungsvoll an.

Der Druck von US-Präsident Donald Trump auf die Nato-Partner, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen, zeigt nach Einschätzung von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Wirkung. Bis Ende nächsten Jahres würden die Verbündeten 100 Milliarden Dollar (rund 88 Mrd. Euro) zusätzlich für die Verteidigung ausgeben, sagte Stoltenberg in einem Interview des US-Nachrichtensenders Fox News.

"Wir sehen, dass die klare Botschaft von Präsident Trump Wirkung zeigt", sagte Stoltenberg. Trump hatte Verbündete wie Deutschland heftig kritisiert, weil deren Wehretats weit unter dem Nato-Ziel von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen. "Ich bin glücklich darüber, dass er uns geholfen hat, uns in der Frage der Lastenteilung innerhalb der Allianz jetzt zu bewegen", sagte Stoltenberg.

Das sei wichtig für Europa, aber auch gut für die USA. "Es ist ein großer Vorteil für die Vereinigten Staaten, 28 Verbündete zu haben. Russland hat das nicht. China hat das nicht. Aber die Vereinigten Staaten haben Verbündete und Freunde", sagte er.

Die Nato erlebt laut Stoltenberg die umfangreichste Verstärkung seit dem Ende des Kalten Krieges. Auf die Frage nach einer möglichen Bedrohung der baltischen Staaten durch Russland antwortete der Generalsekretär: "Wir sehen keine unmittelbare Drohung gegen irgendeinen Nato-Verbündeten."

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

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