Politik

Verleumdung auf Twitter Stormy Daniels klagt erneut gegen Trump

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Stormy Daniels

(Foto: imago/UPI Photo)

Laut einer Verschwiegenheitsvereinbarung darf Pornodarstellerin Stormy Daniels nicht über ihre Affäre mit Donald Trump sprechen. Weil der Vertrag ungültig sein soll, verklagt sie den US-Präsidenten im März. Jetzt wirft sie ihm auch Verleumdung vor.

Die Pornodarstellerin Stormy Daniels hat US-Präsident Donald Trump wegen Verleumdung verklagt. Daniels - mit echtem Namen Stephanie Clifford - verwies vor einem Bundesgericht in Manhattan auf einen Tweet des Präsidenten vom 18. April. Darin bezog sich Trump auf ein Phantombild eines Mannes, der sie 2011 im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Affäre zwischen dem Präsidenten und ihr bedroht haben soll. Der Mann habe nie existiert, schrieb Trump und sprach von einem Betrug. Eine Stellungnahme des Präsidenten oder seiner Anwälte lag zunächst nicht vor. Nach seiner Darstellung gab es nie eine Affäre.

Daniels hatte Trump bereits Anfang März in Los Angeles verklagt. Sie führte an, eine Vereinbarung zum Stillschweigen über die angebliche Affäre sei nichtig, weil Trump sie nicht selbst unterzeichnet habe. Es stehe ihr daher frei, Details über die Beziehung öffentlich zu machen.

Trumps Anwalt Michael Cohen hatte der Darstellerin während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 nach eigenen Angaben 130.000 Dollar gezahlt. Am 9. April durchsuchte die US-Bundespolizei FBI deswegen Cohens Büros und Wohnräume. Dabei beschlagnahmten die Ermittler E-Mails, Dokumente und Geschäftsunterlagen zu diversen Themen, darunter zu Cohens umstrittener Zahlung. Um nicht vor Gericht gegen Trump aussagen zu müssen, hat Cohen angekündigt, Gebrauch vom 5. Zusatzartikel der US-Verfassung zu machen. Demnach muss niemand in Untersuchung gegen sich selbst aussagen.

Quelle: ntv.de, chr/rts

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