Politik

"Badesalz" ist illegal Designerdrogen werden verboten

"Legal Highs" sind gefährlich, aber nicht verboten. 28 dieser Substanzen werden nun in den Katalog der illegalen Drogen aufgenommen, darunter auch sogenannte Badesalze. Eine solche Substanz hatte Anfang Juni als "Zombie-Droge" in den USA für Aufsehen gesorgt.

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Sollen cool und klinisch aussehen, sind aber gefährlich: Designerdrogen.

(Foto: dpa)

Die Bundesregierung hat 28 neue synthetische Drogen verboten. Die Aufnahme der Substanzen in das Betäubungsmittelgesetz solle Konsumenten vor den "unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiken" schützen, die mit ihrem Konsum verbunden seien, erklärte die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans.

Die FDP-Politikerin sprach von einem "Wettlauf" zwischen dem Aufkommen immer neuer Drogenvarianten und dem Bemühen der Behörden um ein Verbot. Deswegen werde geprüft, ob künftig nicht ganze Substanzgruppen verboten werden sollen.

Die aktuellen Verbote betreffen synthetische Derivate von Amphetaminen, Cathinon, Piperazin, Kokain sowie synthetische Cannabinoide. Außerdem werden mit sechsmonatiger Übergangsfrist flüssige Tilidin-Arzneimittel mit schneller Wirkstofffreisetzung dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt.

"Raumlufterfrischer" und "Kräutermischung"

Verkauft werden diese Stoffe unter Namen wie "Kräutermischung", "Raumlufterfrischer" oder als "Badesalze". In Deutschland starben im vergangenen Jahr drei Menschen nach dem Konsum solcher Mode-Drogen. Sie heißen "Legal Highs", weil ihre Inhaltsstoffe bislang frei im Handel waren.

Dyckmans kündigte das Verbot weiterer chemischer Rauschmittel an. Zugleich wies sie auf teilweise schwere gesundheitliche Folgen hin: Die Symptome reichten von Übelkeit, heftigem Erbrechen, Herzrasen und Orientierungsverlust über Kreislaufversagen und Ohnmacht bis hin zu Lähmungserscheinungen und Wahnvorstellungen.

In Florida hatte die Polizei Anfang Juni vor einer "Zombie-Droge" gewarnt. Unter dem Einfluss einer Designerdroge mit dem Namen "Cloud Nine" könnten Menschen tierische Verhaltensweisen an den Tag legen und andere Menschen anfallen. Diese Droge gehörte zu den Badesalzen.

Quelle: n-tv.de, hvo/AFP/dpa

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