Politik

Missachtung einer Vorladung Südafrikas Ex-Präsident tritt Haftstrafe an

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Jacob Zuma wurde wegen Missachtung der Justiz zu 15 Monaten Haft verurteilt.

(Foto: picture alliance / abaca)

Jacob Zuma ist zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Es ist das erste Mal in der Geschichte Südafrikas, dass ein Ex-Präsident des Landes eine Haftstrafe antritt. Aufgrund seines angeschlagenen Gesundheitszustands wird nun aber die Annullierung der Gerichtsentscheidung beantragt.

Südafrikas Ex-Präsident Jacob Zuma tritt seine Haftstrafe an. Nach Polizeiangaben befindet sich der 79-Jährige im EstCourt Correctional Centre in KwaZulu-Natal, einer Provinz an der Ostküste des Landes. Er habe entschieden, sich der Polizei zu stellen, teilt die Zuma-Stiftung mit. Ihr Vater sei guter Laune und habe auf dem Weg ins Gefängnis gelacht, schreibt Zumas Tochter Dudu Zuma-Sambudla auf Twitter.

Die Anwälte des Politikers hatten am gestrigen Abend einen Eilantrag auf Verschiebung des Haftantritts gestellt. Medienberichten zufolge soll die Polizei mit großem Aufgebot angerückt sein und mehrere Stunden in der Residenz mit Zuma und dessen Anwälten verhandelt haben.

Amtszeit von Korruptionsvorwürfen überschattet

Zuma war in der vergangenen Woche wegen Missachtung einer gerichtlichen Vorladung vom Verfassungsgericht zu einer Haftstrafe von 15 Monaten verurteilt worden. Er muss sich vor einer Untersuchungskommission wegen diverser Korruptionsvorwürfe während seiner Amtszeit verantworten und war einer gerichtlichen Vorladung nicht gefolgt. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ein ehemaliger Präsident des Landes zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Seine Amtszeit von 2009 bis 2018 war von Korruptionsvorwürfen überschattet.

Am kommenden Montag wird das Verfassungsgericht einen Antrag Zumas auf Annullierung der Haftstrafe prüfen. Über seine Anwälte hatte er dem Gericht mitteilen lassen, die Haftstrafe würde angesichts seines angeschlagenen Gesundheitszustands sein Leben in Gefahr bringen. Er habe daher einen Anspruch auf erneute Überprüfung seines Falls, zitierte der Nachrichtensender News24 aus dem Anwaltsschreiben.

Quelle: ntv.de, sbl/dpa

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