Politik

UN berichten von 100 Opfern Taliban töten Dutzende Ortskräfte und Beamte

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Die Taliban haben seit Mitte vergangenen Jahres wieder die Kontrolle über ganz Afghanistan.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach der Eroberung Kabuls durch die Taliban fliegen Deutschland und andere Länder Tausende Ortskräfte aus Afghanistan aus. Die Sorge um ihre Sicherheit ist berechtigt: Laut UN haben die Taliban seit August Dutzende Ortskräfte und ehemalige afghanische Beamte getötet.

Die radikal-islamischen Taliban haben UN-Erkenntnissen zufolge wohl Dutzende ehemalige afghanische Beamte, Mitglieder der Sicherheitskräfte und Ortskräfte getötet. Es lägen glaubwürdige Berichte vor, dass mehr als 100 dieser Personen seit dem 15. August getötet worden seien, hieß es in einem Schreiben von UN-Generalsekretär Antonio Guterres an den Sicherheitsrat, in das die Nachrichtenagentur Reuters Einblick erhielt.

In mehr als zwei Drittel der Fälle sollen die Taliban oder ihre Verbündeten verantwortlich sein. Zudem gebe es glaubwürdige Vorwürfe, dass mindestens 50 mutmaßliche Mitglieder der Extremistengruppe Islamischer Staat ohne Verfahren hingerichtet worden seien.

Der Bericht beschrieb auch erneut die sich verschlimmernden Lebensbedingungen für die afghanische Bevölkerung. "Ein ganzes komplexes soziales und wirtschaftliches System bricht zusammen", hießt es. Guterres schlägt dem Sicherheitsrat unter anderem vor, eine neue Stelle zur Überwachung der Menschenrechtslage einzurichten.

Die Taliban hatten Mitte 2021 die Macht in Afghanistan übernommen. Die Soldaten westlicher Länder - darunter auch deutsche - sowie zahlreiche ihrer Helfer verließen daraufhin überstürzt das Land.

Quelle: ntv.de, jhe/rts

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