Politik

Plattform "Einfach machen"Tausende melden unsinnige Bürokratie auf neuem Portal

09.01.2026, 16:22 Uhr
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Auf einer neuen Plattform können Bürger melden, an welchen Stellen es in der Verwaltung hakt. (Foto: picture alliance/dpa)

Seit Mitte Dezember können Bürger auf einer Plattform der Bundesregierung melden, wo die Verwaltung zu kompliziert ist. Laut einem Zeitungsbericht haben davon in den ersten Wochen schon Tausende Gebrauch gemacht.

Fast einen Monat nach dem Start des Portals "Einfach machen" der Bundesregierung sind offenbar bereits mehr als 12.000 Meldungen eingegangen. Das berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf eine Sprecherin des Digitalministeriums. Demnach seien vom 12. Dezember 2025 bis zum 7. Januar 2026 insgesamt 12.423 Meldungen eingegangen. Auf dem Portal können Bürger und Unternehmen Fälle von überbordender und unsinniger Bürokratie melden.

Etwas mehr als jede zweite Eingabe stammte laut dem Bericht von Privatpersonen. Mehr als 5200 Meldungen betrafen den Auswertungen des Ministeriums zufolge Behördenprozesse wie Anträge und Bescheide, rund 850 Hinweise bezogen sich auf das Thema Steuern, berichtet die Zeitung.

Das "EinfachMachen-Portal" ist seit Mitte Dezember unter www.einfach-machen.gov.de erreichbar. "Über ein nutzerfreundliches Formular können Hindernisse beschrieben und konkrete Verbesserungsvorschläge mit nur sieben Klicks eingereicht werden", erklärte das Bundesdigitalministerium dazu.

Auf der Website öffnet sich zunächst ein Textfeld, in dem das Anliegen geschildert und Verbesserungsvorschläge gemacht werden können. Anschließend kann der oder die Nutzende einen Bereich wählen, in den das Problem fällt. Zur Auswahl stehen etwa Energie, Gesundheit, Mobilität, Steuern oder Migration. Weitere zu beantwortende Fragen betreffen den Zusammenhang mit bestimmten Verwaltungsleistungen oder Behörden.

Nach Angaben des Digitalministeriums werden die Meldungen zunächst "halb-automatisiert manuell" nach Themen, Dringlichkeit und Relevant klassifiziert. Später soll dies vollautomatisch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz geschehen.

Quelle: ntv.de, are/AFP

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